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Münchner Ermittler prüfen interne Geldflüsse bei Signa

Redaktionelle Szene zum Thema „Münchner Ermittler prüfen interne Geldflüsse bei Signa“

Die Staatsanwaltschaft München I und das Bayerische Landeskriminalamt untersuchen, ob bei der Signa-Gruppe unter René Benko Geld nicht projektbezogen verwendet, sondern zur Finanzierung von Löchern im Konzern verschoben wurde. Im Zentrum stehen die internen Geldflüsse des untergegangenen Immobilien- und Handelsimperiums, gegen Benko und sieben frühere Signa-Manager wird in Deutschland ermittelt.

Die Ermittlungen laufen im Umfeld der größten Unternehmensinsolvenz in der Geschichte der Zweiten Republik. Nach Angaben aus dem Umfeld der Causa ist es nicht der erste Strang im Signa-Komplex: Inzwischen gibt es 18 Ermittlungsstränge. Benko bestreitet alle Vorwürfe; für ihn und die weiteren Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

Der neue deutsche Komplex reiht sich in eine Serie von Verfahren und Prüfungen ein, die seit dem Kollaps der Signa-Gruppe angelaufen sind. Im Kern geht es dabei immer wieder um die Frage, wie Millionen und Milliarden zwischen Gesellschaften, Projekten und Beteiligungen verschoben wurden – und ob diese Mittel tatsächlich für die jeweiligen Vorhaben gedacht waren oder zur Stabilisierung anderer Teile des Konzerns dienten.

Benko war am 2. Juli erstmals rechtskräftig verurteilt worden. Das Urteil markierte einen weiteren Einschnitt in einer Causa, die juristisch, wirtschaftlich und politisch weit über Österreich hinausreicht. Mit den Ermittlungen in München richtet sich der Blick nun erneut auf die Finanzierungsstruktur der Signa, die lange als expansiv, intransparent und stark auf ständiges Kapital angewiesen galt.

Für die Ermittler dürfte die Frage entscheidend sein, ob die Geldflüsse innerhalb des Konzerns sauber dokumentiert und zweckentsprechend eingesetzt wurden. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre das nicht nur für mögliche strafrechtliche Folgen relevant, sondern auch für die Aufarbeitung der Signa-Pleite und die Ansprüche von Gläubigern, Investoren und Partnern.

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