Eine Störung im Bahnfunk hat am Dienstagabend in Deutschland zu Zugausfällen und erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr geführt. Die Deutsche Bahn arbeitete an der Behebung des Problems, das vor allem den Betriebsablauf im Fern- und Regionalverkehr durcheinanderbrachte.
Betroffen waren nach Angaben aus dem Umfeld des Bahnverkehrs vor allem Verbindungen, die auf die Funkkommunikation zwischen Zügen und Betriebszentralen angewiesen sind. Solche Störungen können dazu führen, dass Fahrten verspätet starten, einzelne Züge ausfallen oder Abschnitte nur eingeschränkt befahrbar sind. Für Reisende bedeutete das am Abend vor allem Wartezeiten und Umleitungen im Fahrplan.
Der Bahnfunk gilt als zentrales Steuerungsinstrument im täglichen Betrieb. Fällt er aus oder arbeitet nur eingeschränkt, müssen Abläufe aus Sicherheitsgründen oft verlangsamt werden. Das kann sich rasch auf weite Teile des Netzes auswirken, auch wenn die technische Ursache zunächst nur an einer Stelle auftritt.
Die Deutsche Bahn versuchte nach eigenen Angaben, die Störung so rasch wie möglich zu beheben. Wie lange die Einschränkungen andauern würden, blieb zunächst offen. Für den deutschen Bahnverkehr ist der Vorfall ein weiteres Beispiel dafür, wie anfällig das eng getaktete Netz auf technische Probleme reagiert.
Deutschland hatte in den vergangenen Monaten immer wieder mit kurzfristigen Störungen und Verspätungen im Schienenverkehr zu kämpfen. Neben alternder Infrastruktur sorgen auch technische Defekte, Baustellen und Überlastung regelmäßig für Verzögerungen. Die aktuelle Störung traf den Verkehr besonders ungünstig, weil bereits kleine Ausfälle schnell größere Teile des Netzes erfassen können.









