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Klagenfurter Bestattungsinstitut meldet Insolvenz an

Redaktionelle Szene zum Thema „Klagenfurter Bestattungsinstitut meldet Insolvenz an“

Das einzige private Bestattungsinstitut in Klagenfurt ist nach nur einem Jahr am Markt insolvent. Über das Vermögen des Unternehmens wurde Insolvenz beim zuständigen Gericht beantragt. Der Fall ist in der Landeshauptstadt auch deshalb bemerkenswert, weil damit ausgerechnet ein Anbieter betroffen ist, der sich im sensiblen Geschäft mit Trauerfällen als private Alternative etabliert hatte.

Als ungewöhnlich gilt der Hintergrund der Pleite: Nicht ein klassischer Auftragsrückgang steht im Vordergrund, sondern ein offenbar schwieriges wirtschaftliches Umfeld in einem Bereich, der für Außenstehende oft stabil wirkt. Bestattungsunternehmen sind auf eine verlässliche Auslastung angewiesen, zugleich sind die Margen im Alltag oft enger, als es der nach außen geschlossene Markt vermuten lässt. Hinzu kommen Personal-, Fahrzeug- und Betriebskosten sowie Ausgaben für Räumlichkeiten und Lagerung, die auch bei schwankender Nachfrage anfallen.

Für Klagenfurt hat die Insolvenz auch eine strukturelle Komponente. Wenn ein privater Anbieter nach so kurzer Zeit wieder vom Markt verschwindet, zeigt das, wie anspruchsvoll der Einstieg in diese Nische ist. In einer Branche, in der Vertrauen, regionale Verankerung und laufende Fixkosten zusammenkommen, reichen wenige Fehlkalkulationen oder unerwartete Belastungen aus, um ein junges Unternehmen rasch in Schieflage zu bringen.

Gerade bei Bestattern wirkt sich ein Konkurs über das Unternehmen hinaus aus: Für Hinterbliebene müssen Aufträge, bereits vereinbarte Leistungen und laufende Organisation rasch abgesichert werden. Im Fall von Insolvenzverfahren wird deshalb meist besonders genau geprüft, wie laufende Verpflichtungen geordnet abgewickelt werden können. Für den Markt in Klagenfurt bedeutet der Ausfall des privaten Instituts zugleich, dass sich die ohnehin begrenzte Auswahl an Anbietern wieder weiter reduziert.

Der Fall unterstreicht damit vor allem eines: Auch ein Geschäftsfeld, das von außen als krisenfest gilt, kann wirtschaftlich heikel sein. Beim Umgang mit dem Tod sind die Anforderungen hoch, die Spielräume aber klein.

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