Nach dem historisch schlechten Ergebnis der Grazer SPÖ hat Doris Kampus ihre Funktion als Stadtparteivorsitzende mit sofortiger Wirkung zurückgelegt. Auch ihr Mandat im Gemeinderat wird sie nicht annehmen. Die Sozialdemokraten wollen sich nach der Wahl auf die Opposition festlegen.
Der Parteivorstand entschied am Montagabend in Graz über die personellen Konsequenzen aus der Niederlage. Zum geschäftsführenden Vorsitzenden wurde vorerst der SPÖ-Landtagsklubobmann Hannes Schwarz gewählt. Er soll die Partei nun durch einen umfassenden Neuaufbau führen.
Schwarz kündigte an, die SPÖ organisatorisch und politisch neu aufzustellen. Weitere Gremiensitzungen sollen bis Mitte der Woche folgen. Dort dürfte auch die Frage geklärt werden, wie sich die Partei nach dem klaren Rückschlag bei der Gemeinderatswahl inhaltlich und personell neu sortiert.
Für die Grazer Sozialdemokraten ist das Ergebnis ein tiefer Einschnitt. Nach dem Wahlabend steht fest, dass die Partei in der Stadt nicht mehr den Anspruch auf eine führende Rolle erhebt, sondern zunächst die Arbeit in der Opposition vorbereiten will.









