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Alte Donau erreicht 30 Grad – Gefahr für Fische steigt

Redaktionelle Szene zum Thema „Alte Donau erreicht 30 Grad – Gefahr für Fische steigt“

Die Alte Donau in Wien hat sich an heißen Junitagen auf rund 30 Grad aufgeheizt. Für Fische und andere Wasserlebewesen wird das zunehmend problematisch, weil warmes Wasser deutlich weniger Sauerstoff speichern kann. Auch die Neue Donau ist außergewöhnlich warm. Die Stadt Wien sieht derzeit zwar keinen akuten Handlungsbedarf, Experten beobachten die Entwicklung aber mit Sorge.

Mit steigenden Temperaturen verschärft sich in stehenden und langsam fließenden Gewässern rasch das Sauerstoffproblem. Je wärmer das Wasser, desto weniger Sauerstoff steht zur Verfügung – gleichzeitig steigt der Bedarf der Tiere. Besonders empfindlich reagieren Arten, die auf höhere Sauerstoffwerte angewiesen sind. In Flachwasserzonen kann sich die Lage zusätzlich zuspitzen, wenn sich das Wasser tagsüber weiter aufheizt und nachts kaum abkühlt.

Die Alte Donau zählt in Wien zu den meistgenutzten Badegewässern und ist in Hitzeperioden besonders stark belastet. Dass sie nun die 30-Grad-Marke kratzt, ist aus ökologischer Sicht ein Warnsignal. Für die Gewässerökologie bedeutet das nicht automatisch ein Fischsterben, sehr wohl aber ein erhöhtes Risiko, wenn sich die Witterung in den kommenden Tagen fortsetzt und kein Temperaturausgleich eintritt.

Auch die Neue Donau, die als Entlastungs- und Erholungsraum genutzt wird, erwärmt sich derzeit ungewöhnlich stark. Solche Temperaturen sind für den Hochsommer zwar nicht völlig unüblich, fallen in einer frühen Hitzephase aber besonders ins Gewicht. Entscheidend ist, wie lange das Wasser auf diesem Niveau bleibt und ob Wind, Niederschläge oder Zuflüsse für Abkühlung sorgen.

Für die Stadt Wien stellt sich in solchen Phasen vor allem die Frage, wie sich die Wasserqualität entwickelt. Warmes Wasser begünstigt nicht nur Sauerstoffmangel, sondern auch Algenwachstum und Belastungen für das ökologische Gleichgewicht. Beobachtet werden deshalb üblicherweise Temperatur, Sichttiefe und weitere Wasserwerte, um auf Veränderungen rasch reagieren zu können.

Für Badegäste ändert die Lage zunächst wenig: Die Gewässer bleiben nutzbar, das Problem betrifft vor allem die tierischen Bewohner unter der Oberfläche. Für die Fischbestände ist die Situation jedoch heikel, wenn die Hitze anhält. Schon wenige sehr warme Tage können für zusätzliche Belastung sorgen, besonders in Bereichen mit wenig Strömung und geringer Tiefe.

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