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Chats aus Schülerunion-Gruppe lösen Kritik an ÖVP-naher Schülervertretung aus

Redaktionelle Szene zum Thema „Chats aus Schülerunion-Gruppe lösen Kritik an ÖVP-naher Schülervertretung aus“

Chats aus einer Gruppe der Schülerunion haben am Montag Kritik der SPÖ-nahen Aktion Kritischer Schüler_innen (AKS) und der Junos ausgelöst. Die AKS sprach von „schockierenden Chats“ mit „rassistischen, sexistischen und menschenverachtenden Inhalten“. Die Schülerunion distanzierte sich von den Nachrichten.

Die Aufregung trifft die größte schulpolitische Organisation der ÖVP-nahen Seite in einer heiklen Phase: Die Schülerunion stellt seit 22 Jahren die Spitze der Bundesschülervertretung. Die nun publik gewordenen Nachrichten erhöhen den Druck auf die Organisation, sich von den beteiligten Mitgliedern und möglichen Konsequenzen klar abzugrenzen.

Auch die Junos kritisierten die Inhalte deutlich. Damit kommt die Debatte über die Chats nicht nur aus der Konkurrenz zur Schülerunion, sondern auch aus dem liberalen Lager. Der Vorgang reiht sich in eine breitere Auseinandersetzung über den Umgang mit diskriminierenden Aussagen in politischen Jugendorganisationen ein.

Die Schülerunion selbst erklärte, man sei bestürzt und distanziere sich von den Nachrichten. Welche Folgen die Chats für die betroffenen Mitglieder haben, blieb zunächst offen. Klar ist aber: Der Fall hat die Schülervertretung nun auch bundespolitisch ins Visier geraten lassen.

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