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Kammerchef Ruck unter Druck nach angeblich abschätzigen Aussagen über Industrievertreter

Redaktionelle Szene zum Thema „Kammerchef Ruck unter Druck nach angeblich abschätzigen Aussagen über Industrievertreter“

Der Druck auf den Wiener Wirtschaftskammerchef Walter Ruck nimmt zu: Nach neuen veröffentlichten Gesprächsprotokollen steht er wegen angeblich abschätziger Äußerungen über Vertreter der Industrie weiter in der Kritik. Ruck wollte die zitierten Aussagen nicht bestätigen.

Ausgangspunkt der Debatte ist der Streit um die Kammerumlage (KU), für deren Senkung sich Industrievertreter eingesetzt hatten. In den nun bekannt gewordenen Protokollen soll Ruck sie abwertend kommentiert haben. Damit verschärft sich eine ohnehin belastete Lage für den Chef der Wirtschaftskammer Wien, der bereits aus den eigenen Reihen zunehmend Gegenwind bekommt.

Kritik auch aus der eigenen Partei

Die neuen Enthüllungen fallen in eine Phase, in der die Causa Ruck politisch bereits an Schärfe gewonnen hat. Am Montag kam zunächst Kritik aus der eigenen Partei auf, wenig später folgten weitere Veröffentlichungen über den Gesprächsverlauf. Für Ruck bedeutet das zusätzlichen Druck, weil die Affäre nun nicht mehr nur ein innerkammerliches Thema ist, sondern auch die Beziehung zwischen Wirtschaftsvertretung und Industrie belastet.

Die Kammerumlage ist ein sensibles Thema, weil sie Betriebe unmittelbar betrifft und in wirtschaftlich schwierigen Zeiten besonders umstritten ist. Forderungen nach einer Entlastung treffen auf die Frage, wie sich die Interessen der unterschiedlichen Sparten in der Wirtschaftskammer austarieren lassen. Die nun publik gewordenen Aussagen verstärken den Eindruck eines angespannten Verhältnisses zwischen Kammerführung und Industrievertretern.

Ruck selbst hält sich bei der Einordnung der Vorwürfe zurück und bestätigt die zitierten Aussagen nicht. Damit bleibt vorerst offen, wie er die Affäre politisch und innerorganisatorisch einhegen will. Klar ist aber: Die Debatte über seinen Umgangston und seine Position gegenüber der Industrie ist damit nicht abgeschlossen.

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