In Velden am Wörthersee entsteht ein eigenes Wohnhaus für Beschäftigte im Tourismus. Das Projekt soll 48 Quartiere bieten und richtet sich ausschließlich an Mitarbeiter von Hotels. Damit soll in der stark vom Sommertourismus geprägten Gemeinde neuer Wohnraum für eine Branche geschaffen werden, die in der Region seit Jahren mit hohen Mieten und knappem verfügbaren Bestand kämpft.
Der Standort am Wörthersee ist für das Vorhaben kein Zufall. Gerade in den touristischen Zentren rund um den See ist leistbares Wohnen für Saisonkräfte und Ganzjahresangestellte ein zentrales Thema. Viele Betriebe im Kärntner Tourismus tun sich schwer, Personal zu finden und zu halten, weil Wohnungen in unmittelbarer Nähe der Arbeitsplätze knapp und teuer sind. Ein Haus, das gezielt für Mitarbeiter vorgesehen ist, soll diesen Engpass abfedern.
Velden zählt zu den bekanntesten Tourismusorten des Landes und zieht vor allem in den Sommermonaten zahlreiche Gäste an. Für Hotels und Gastronomie ist das Personalproblem daher besonders spürbar: Wer keine Unterkunft anbieten kann, verliert bei der Suche nach Fachkräften an Attraktivität. Solche betrieblich oder branchenspezifisch organisierten Wohnlösungen gelten zunehmend als Teil der Standortpolitik im Tourismus.
Mit den 48 Quartieren wird das Projekt auch zu einem Signal für andere Tourismusgemeinden. In Regionen mit hohem Nächtigungsaufkommen und angespanntem Wohnungsmarkt wird die Versorgung von Beschäftigten mit leistbarem Wohnraum immer stärker zu einem wirtschaftlichen Faktor. Für den Hotelstandort Wörthersee geht es damit nicht nur um Wohnraum, sondern auch um die Frage, wie Betriebe in der Hauptsaison ausreichend Personal zur Verfügung haben.
Ob und in welcher Form ähnliche Modelle auch an anderen touristischen Standorten umgesetzt werden, dürfte in den kommenden Jahren ein zentrales Thema bleiben. In Velden setzt man nun jedenfalls auf ein eigenes Haus für Tourismusmitarbeiter als Antwort auf einen der größten Engpässe im heimischen Gastgewerbe.









