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Humanic-Chef fordert mehr verkaufsoffene Sonntage im Handel

Redaktionelle Szene zum Thema „Humanic-Chef fordert mehr verkaufsoffene Sonntage im Handel“

Der Chef der Schuhhandelskette Humanic, Armin Weger, hält drei bis vier offene Sonntage pro Jahr für eine spürbare Entlastung des stationären Handels. „Schon drei bis vier offene Sonntage im Jahr würden helfen“, sagte Weger in einem Gespräch über die Lage von Leder & Schuh, dem Konzern hinter Humanic. Der Manager sieht darin vor allem eine Möglichkeit, Kunden stärker in die Filialen zu holen und dem Handel zusätzlichen Umsatz zu verschaffen.

Weger führt den Konzern durch eine Phase, in der Humanic und die Schwestermarken nach neuer Orientierung suchen. Nach seinen Worten hat er in der Branche bereits mehrere Übernahmen erlebt. Für die ersten Jahre nach einem Eigentümerwechsel gelte vor allem Stabilität, danach stehe Optimierung an, erst im dritten Schritt könne Wachstum folgen. Für Leder & Schuh sei es aus seiner Sicht jedenfalls kein sinnvoller Zustand, in einem Markt nicht unter den führenden Anbietern zu sein.

Der Humanic-Chef knüpft seine Forderung nach mehr Sonntagsöffnung an die Bedeutung des stationären Geschäfts. Gerade in Innenstädten könne zusätzliche Öffnung an einzelnen Sonntagen mehr Frequenz bringen. Weger verwies dabei auch auf seine Erfahrungen aus Wien: Sonntage seien dort früher stark frequentiert gewesen, als die Geschäfte noch geschlossen waren, habe das aus seiner Sicht Potenzial ungenutzt gelassen.

Hinter den Aussagen steht auch die schwierige Lage des Mode- und Schuhhandels, der seit Jahren mit dem veränderten Kaufverhalten und dem wachsenden Onlinegeschäft ringt. Für Handelsketten wie Humanic ist die Frage nach Öffnungszeiten daher nicht nur eine rechtliche, sondern auch eine wirtschaftliche: Mehr verkaufsoffene Tage können zusätzliche Umsätze bringen, stoßen in Österreich aber regelmäßig auf strikte arbeits- und ladenschlussrechtliche Grenzen.

Weger setzt zugleich auf einen klareren Kurs für die Marke Humanic. Er will den Konzern nach den jüngsten Veränderungen wieder stärker auf Wachstum ausrichten. Die Sonntagsöffnung ist für ihn dabei kein Nebenschauplatz, sondern Teil der Frage, wie sich der stationäre Handel im Wettbewerb behaupten kann.

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