Uli Hoeneß hat die FIFA und die anstehende Weltmeisterschaft in Nordamerika scharf attackiert. Der Ehrenpräsident des FC Bayern München sagte in einem Gespräch mit der „FAZ“: „Diese WM wird ein Fiasko für den Fußball.“
Hoeneß richtet seine Kritik vor allem gegen die Ausrichtung des Turniers in den USA, Kanada und Mexiko sowie gegen die Art und Weise, wie der Weltverband den Wettbewerb organisiert. Der frühere Bayern-Präsident zählt seit Jahren zu den lautesten Kritikern der FIFA, wenn es um die kommerzielle Vermarktung des Fußballs und die wachsende Belastung im internationalen Spielkalender geht.
Kritik an Vermarktung und Turnierformat
Mit der auf 48 Teams erweiterten WM steht 2026 ein Turnier bevor, das erstmals in drei Ländern und an deutlich mehr Spielorten ausgetragen wird. Schon im Vorfeld gibt es aus dem Fußball immer wieder Bedenken wegen der weiten Reisen, der klimatischen Bedingungen und der zusätzlichen Belastung für Spieler und Vereine. Hoeneß stellt sich nun demonstrativ gegen diese Entwicklung und sieht die sportliche Qualität gefährdet.
Der 73-Jährige bleibt damit seiner Linie treu. Immer wieder hatte er in der Vergangenheit darauf gedrängt, dass die Interessen der Klubs und die Belastungsgrenzen der Profis stärker berücksichtigt werden. Auch die zunehmende Zahl internationaler Bewerbe und Zusatzspiele hatte er mehrfach kritisiert.
Die Weltmeisterschaft 2026 beginnt im Juni in Nordamerika. Für die FIFA ist das Turnier das nächste große Prestigeprojekt, für Kritiker wie Hoeneß dagegen ein Beispiel dafür, wie weit sich der Fußball von seinen sportlichen Grundlagen entfernen könne. Mit seiner Wortwahl verschärft der Bayern-Ehrenpräsident die Debatte noch einmal deutlich.









