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Festspielbezirk 2030 in Salzburg könnte deutlich teurer werden

Redaktionelle Szene zum Thema „Festspielbezirk 2030 in Salzburg könnte deutlich teurer werden“

Der Umbau des Salzburger Festspielbezirks könnte nach Einschätzung des Rechnungshofs erheblich mehr kosten als bisher veranschlagt. In einem Rohbericht bezeichnete der Bundesrechnungshof die bisher kalkulierten 519 Millionen Euro als zu niedrig bewertet; als mögliche Gesamtsumme wird nun eine Schwankungsbreite bis zu 635 Millionen Euro genannt.

Das Bau- und Sanierungsprojekt „Festspielbezirk 2030“ soll den traditionsreichen Standort der Salzburger Festspiele erneuern. Nach den bislang kommunizierten Plänen umfasst es umfangreiche Umbauten und Sanierungen im Festspielareal. Die aktuelle Prüfung legt nun nahe, dass die finanzielle Belastung für das Vorhaben größer ausfallen könnte als angenommen.

Die Salzburger Festspiele kündigten eine Stellungnahme an. Unklar ist damit vorerst, wie die Verantwortlichen auf die neue Bewertung reagieren und ob das Projekt in der bisherigen Form unverändert weitergeführt wird. Für die Festspiele ist das Vorhaben von zentraler Bedeutung, weil der Festspielbezirk zu den wichtigsten kulturellen Infrastrukturprojekten in Österreich zählt.

Der Rechnungshof prüft bei solchen Großvorhaben üblicherweise die Plausibilität der Kostenannahmen und die wirtschaftliche Planung. Dass eine laufende Bewertung die Investitionssumme nach oben korrigieren könnte, hat für ein Projekt dieser Größenordnung unmittelbare Folgen: Nicht nur die Finanzierung, sondern auch Zeitplan und Prioritäten können dadurch unter Druck geraten.

Der „Festspielbezirk 2030“ ist seit Längerem eines der zentralen Zukunftsprojekte der Salzburger Festspiele. Mit dem Umbau sollen die baulichen Voraussetzungen für die kommenden Jahre geschaffen werden. Die nun bekanntgewordene Kostenkritik erhöht den Druck auf die Verantwortlichen, die Planung transparent zu erklären und die Finanzierung belastbar abzusichern.

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