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Fast jeden Tag tätlicher Angriff auf ÖBB-Personal

Redaktionelle Szene zum Thema „Fast jeden Tag tätlicher Angriff auf ÖBB-Personal“

Auf Österreichs Bahnhöfen und in Zügen wird ÖBB-Personal laut einer parlamentarischen Anfrage fast täglich tätlich attackiert. Anlass der politischen Nachfrage sind nicht nur der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter in Deutschland, sondern auch mehrere Vorfälle im Inland, die den Umgang mit Gewalt gegen Beschäftigte im Bahnverkehr erneut in den Blick rücken.

Die Anfrage legt erstmals Zahlen zu Angriffen auf Beschäftigte der ÖBB offen. Demnach ist die Dimension größer als bisher öffentlich wahrgenommen: Im Schnitt wird nahezu jeden Tag ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin der Bundesbahn körperlich angegriffen. Damit wird ein Bereich sichtbar, der für den öffentlichen Verkehr und für die Sicherheit von Fahrgästen von zentraler Bedeutung ist.

Betroffen sind vor allem Beschäftigte im direkten Kundenkontakt, etwa Zugbegleiter oder Personal an Bahnhöfen. Sie sind es, die bei Fahrkartenkontrollen, bei Konflikten im Zug oder bei Einsätzen wegen Störungen zuerst mit Aggressionen konfrontiert werden. Die nun bekannt gewordenen Zahlen unterstreichen, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt, sondern um ein dauerhaftes Problem im Betriebsalltag.

Politisch heikel ist die Entwicklung auch deshalb, weil die ÖBB als größter Mobilitätsanbieter des Landes auf einen verlässlichen und sicheren Betrieb angewiesen sind. Angriffe auf Personal erschweren nicht nur den Arbeitsalltag der Betroffenen, sondern können auch den Ablauf im gesamten Bahnverkehr beeinträchtigen. Die Anfrage soll nun für mehr Transparenz sorgen und die Debatte über Schutzmaßnahmen anheizen.

Wie viele Vorfälle genau erfasst wurden und über welchen Zeitraum sich die Angaben erstrecken, geht aus dem vorliegenden Material nicht hervor. Klar ist aber: Die Zahl der tätlichen Angriffe auf ÖBB-Mitarbeiter ist hoch genug, um in der Politik und bei den Bahnen selbst Handlungsdruck zu erzeugen.

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