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Ärztekammer warnt vor 18.000 Pensionierungen bei Ärzten in zehn Jahren

Redaktionelle Szene zum Thema „Ärztekammer warnt vor 18.000 Pensionierungen bei Ärzten in zehn Jahren“

Österreich droht in den kommenden zehn Jahren ein Engpass bei Ärzten: Rund 18.000 Mediziner erreichen in diesem Zeitraum das Pensionsalter. Trotz der derzeit höchsten Zahl an Ärztinnen und Ärzten in der Geschichte des Landes sieht die Ärztekammer damit eine Lücke im Gesundheitssystem aufziehen.

Nach Angaben aus dem aktuellen Befund ist Österreich zwar nicht grundsätzlich zu wenig ärztlich versorgt. Problematisch ist aber die Altersstruktur. Während die Gesamtzahl der Ärztinnen und Ärzte gestiegen ist, rückt eine große Gruppe von Medizinern in den Ruhestand. Das könnte die Versorgung in Spitälern und im niedergelassenen Bereich zunehmend unter Druck setzen.

Besonders kritisch ist aus Sicht der Ärztekammer die Ausbildungssituation. Dort gebe es einen gefährlichen Engpass, heißt es. Gerade wenn viele Ärztinnen und Ärzte gleichzeitig ausscheiden, braucht es ausreichend Nachwuchs, um offene Stellen nachzubesetzen und die Versorgung aufrechtzuerhalten.

Die Entwicklung hat auch politische Sprengkraft. Denn die Frage, wie viele Mediziner Österreich künftig braucht und wie schnell sie ausgebildet werden können, betrifft nicht nur Spitäler und Ordinationen, sondern auch die Planung der Gesundheitspolitik insgesamt. Schon heute ist der Bedarf in mehreren Bereichen hoch, zugleich dauert die Ausbildung von Ärzten viele Jahre.

Mit dem Befund wird erneut sichtbar, dass die Debatte um den Ärztemangel nicht allein auf aktuelle Kopfzahlen reduziert werden kann. Entscheidend ist, wie viele Ärztinnen und Ärzte in den nächsten Jahren tatsächlich im Beruf bleiben, wie viele in Pension gehen und ob das Ausbildungssystem genügend Nachwuchs liefert, um die Lücke zu schließen.

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