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Dubai reagiert auf Hormus-Risiko mit neuem Hafen und mehr Tankern

Redaktionelle Szene zum Thema „Dubai reagiert auf Hormus-Risiko mit neuem Hafen und mehr Tankern“

Dubai und große Reedereien arbeiten mit Hochdruck daran, ihre Abhängigkeit von der Straße von Hormus zu verringern. Neue Pipelines, ein zusätzlicher Hafen und eine rasch wachsende Flotte von Tankern sollen die Folgen der angespannten Sicherheitslage in der Golfregion für den Öl- und Schiffsverkehr abfedern.

Die Meerenge zwischen dem Golf von Oman und dem Persischen Golf gilt seit Jahren als neuralgischer Punkt des Welthandels. Ein erheblicher Teil der globalen Erdöllieferungen passiert diese Route. Vor allem in Phasen erhöhter Spannungen zwischen den USA und dem Iran ist der Seeweg für Reedereien und Energieunternehmen mit zusätzlichen Risiken verbunden. Entsprechend groß ist das Interesse an Umgehungs- und Ausweichrouten.

Hafen in Dubai als Entlastung

Nach den vorliegenden Angaben soll ein neuer Hafen in Dubai die Abhängigkeit von Hormus reduzieren. Ergänzend dazu werden Pipelines ausgebaut, um Rohöl und andere Energieträger außerhalb der engen Meerenge zu transportieren. Für die Vereinigten Arabischen Emirate ist das auch aus wirtschaftlicher Sicht relevant: Je besser Exportwege abgesichert sind, desto geringer ist das Risiko für Lieferausfälle, Verzögerungen und höhere Versicherungskosten.

Parallel dazu stocken Reeder ihre Tankerkapazitäten massiv auf. Bestellt werden vor allem größere Schiffe, die im Ernstfall mehr Fracht in einem Zug bewegen können. Die Bestellung neuer Supertanker in Rekordtempo zeigt, dass die Branche mit einer länger anhaltenden Unsicherheit in der Region rechnet und sich nicht auf eine schnelle Beruhigung einstellt.

Branche setzt auf Krisenvorsorge

Für die internationale Schifffahrt ist das mehr als eine technische Frage. Wenn Tankerflotten vergrößert und alternative Umschlagplätze geschaffen werden, verändern sich Logistik, Kostenstruktur und Routenplanung. Das betrifft nicht nur Ölkonzerne und Reedereien, sondern auch Abnehmer in Europa und Asien, die auf stabile Lieferketten angewiesen sind.

Die Entwicklung in Dubai ist damit auch ein Signal an den Markt: Statt die Abhängigkeit von der Straße von Hormus hinzunehmen, wird an einer Infrastruktur gearbeitet, die im Krisenfall mehr Spielraum bietet. Ob das die geopolitischen Risiken tatsächlich entschärft, hängt allerdings weiter vom Verlauf des Konflikts in der Region ab.

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