Der aus Graz stammende Schriftsteller Clemens J. Setz wird mit dem Großen Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet. Die höchste künstlerische Auszeichnung der Republik geht damit an einen Autor, der in den vergangenen Jahren bereits zu den prägendsten Stimmen der deutschsprachigen Literatur gezählt wurde.
Setz ist 43 Jahre alt und hat sich mit Romanen, Erzählungen und Essays einen besonderen Rang erarbeitet. Zu seinen bekanntesten Werken zählt Monde vor der Landung. Der Große Österreichische Staatspreis wird nur einmal im Jahr vergeben und gilt als die bedeutendste Ehrung, die Österreich im Kulturbereich vergibt.
In der Literaturszene war die Entscheidung für Setz längst naheliegend, weil der Schriftsteller seit Jahren mit einer ungewöhnlich breiten und zugleich eigenständigen Produktion auffällt. 2021 erhielt er bereits den Georg-Büchner-Preis, die wichtigste literarische Auszeichnung im deutschen Sprachraum. Mit dem Staatspreis kommt nun die österreichische Spitzen-Ehrung hinzu.
Der Große Österreichische Staatspreis wird vom Bund vergeben und würdigt herausragende Leistungen in Kunst und Wissenschaft. Für die Literatur bedeutet die Auszeichnung regelmäßig auch eine zusätzliche öffentliche Aufmerksamkeit für das Werk der Prämierten. Bei Setz trifft das auf einen Autor, dessen Texte von Sprachwitz, Genauigkeit und formaler Experimentierfreude geprägt sind.
Mit der Ehrung rückt erneut ein Schriftsteller ins Zentrum, der seit Jahren als wichtiger Erzähler seiner Generation gilt. Für Österreich ist die Auszeichnung auch ein Signal an die heimische Literaturlandschaft: Der Staatspreis geht an einen Autor, der international stark wahrgenommen wird und zugleich eng mit der österreichischen Gegenwartsliteratur verbunden bleibt.









