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Chinas Exporte legen dank KI-Hardware deutlich stärker zu als erwartet

Redaktionelle Szene zum Thema „Chinas Exporte legen dank KI-Hardware deutlich stärker zu als erwartet“

Chinas Ausfuhren sind im Mai kräftiger gestiegen als von Ökonomen erwartet. Nach Angaben der chinesischen Zollbehörde erhöhten sich die Exporte in Dollar gerechnet um 19,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Getrieben wurde das Plus vor allem von einer starken Nachfrage nach Halbleitern und Hardware für Künstliche Intelligenz sowie von vorgezogenen Bestellungen aus dem Ausland.

Damit überraschte der chinesische Außenhandel erneut mit einer deutlichen Belebung. Die Märkte hatten im Vorfeld lediglich mit einem Zuwachs von 15 Prozent gerechnet. Der kräftige Anstieg zeigt, dass chinesische Produzenten weiterhin stark vom globalen Investitionsschub rund um Rechenzentren, Chips und KI-Anwendungen profitieren.

Besonders gefragt waren offenbar Komponenten, die für den Ausbau von KI-Infrastruktur gebraucht werden. Dazu zählen neben Halbleitern auch weitere Hardwareprodukte, die in Servern, Netzwerken und Rechenzentren eingesetzt werden. Chinesische Anbieter haben sich in diesem Segment in den vergangenen Jahren eine starke Stellung erarbeitet, obwohl der Zugang zu Spitzentechnologie durch Exportbeschränkungen der USA und ihrer Verbündeten eingeschränkt bleibt.

Für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist das Exportgeschäft weiterhin ein zentraler Stabilitätsfaktor. Neben der KI-Nachfrage dürften auch Vorzieheffekte eine Rolle gespielt haben: Unternehmen im Ausland orderten offenbar früher als geplant, um mögliche neue Handelshemmnisse oder Preissteigerungen abzufedern.

Die Daten unterstreichen zugleich, wie eng der aktuelle KI-Boom mit der chinesischen Industrie verknüpft ist. Während viele Debatten vor allem die Entwicklung von Software und Modellen in den USA und Europa betreffen, erzielt China derzeit erhebliche Vorteile bei der Herstellung der dafür nötigen physischen Infrastruktur. Das stützt kurzfristig die Ausfuhren, macht die Branche aber auch anfällig für Änderungen in der globalen Nachfrage und für geopolitische Spannungen.

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