Extrig.at

Die unabhängige Onlinezeitung für Österreich

Blume will Werksschließungen bei Volkswagen vermeiden

Redaktionelle Szene zum Thema „Blume will Werksschließungen bei Volkswagen vermeiden“

Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume will im Streit um die Zukunft mehrerer deutscher Standorte Werksschließungen vermeiden. „Es gibt intelligentere Lösungen, als Werke zu schließen“, sagte Blume laut Vorabmeldung eines Interviews. Nach Angaben des Konzerns stehen vier Werke in Deutschland unter Druck, zugleich verweist die Führung auf erste Kostensenkungen an den Standorten.

Blume sagte, die Fabrikkosten in Deutschland seien im Vorjahr „um durchschnittlich 20 Prozent“ gesunken. Das zeige, dass Einsparungen bereits Wirkung entfalteten. Volkswagen steht seit Monaten unter hohem Spar- und Anpassungsdruck, weil der Konzern seine Kosten in der Kernmarke senken und die Produktion in Europa neu ordnen will.

Die Debatte um mögliche Werksschließungen ist für den Konzern besonders heikel, weil in Deutschland Zehntausende Arbeitsplätze an den Standorten hängen. Für Volkswagen geht es nicht nur um kurzfristige Sparmaßnahmen, sondern auch um die Frage, wie sich der Autobauer in einem schwierigen Marktumfeld mit schwacher Nachfrage, hohem Wettbewerbsdruck und anhaltenden Umbaukosten stabilisieren kann.

Blume setzt nach eigenen Worten auf Lösungen innerhalb des Unternehmens, etwa durch weitere Effizienzsteigerungen und Anpassungen in den bestehenden Strukturen. Damit versucht der Konzernchef, einen offenen Bruch mit der Belegschaft und den Arbeitnehmervertretern zu vermeiden. Die Lage bleibt dennoch angespannt: Die Diskussion um den künftigen Zuschnitt des Volkswagen-Produktionsverbunds dürfte die Gespräche zwischen Management, Betriebsrat und Politik weiter bestimmen.

Diesen Artikel teilen