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Bibiza veröffentlicht rockigeres Album und spielt mit dem Falco-Vergleich

Redaktionelle Szene zum Thema „Bibiza veröffentlicht rockigeres Album und spielt mit dem Falco-Vergleich“

Der Wiener Musiker Bibiza veröffentlicht am 31. Juli sein neues Album „Rocknrollstar“ und schlägt darauf deutlich rockigere Töne an als bisher. Im Gespräch deutet der 27-Jährige zugleich Distanz zu naheliegenden Retro-Vergleichen an: „Ich glaube, meine Fans kennen Falco nicht einmal“, sagte er mit Blick auf den Wiener Popstar, mit dem er in der Außenwahrnehmung immer wieder in Verbindung gebracht wird.

Bibiza, bürgerlich Franz Bibiza, zählt seit einiger Zeit zu den auffälligsten Namen der heimischen Pop- und Hip-Hop-Szene. Sein neues Album setzt nun stärker auf Gitarren und eine bewusst rauere Haltung. Schon der Titel „Rocknrollstar“ verweist auf diesen Anspruch: weg vom bloßen Szene-Image, hin zu einem Sound, der sich breiter und direkter gibt.

Zwischen Klischee und Selbstinszenierung

In dem Gespräch geht es auch um Klischees, mit denen sich der Musiker regelmäßig auseinandersetzt. Bibiza spielt öffentlich gern mit Übertreibungen und Rollenbildern, zugleich arbeitet er an einer klaren künstlerischen Positionierung. Genau daraus bezieht er offenbar auch einen Teil seiner Wirkung: als jemand, der Wiener Schmäh, Provokation und Pop-Appeal miteinander verbindet.

Der Falco-Vergleich passt dabei zwar zum Wiener Kontext, trägt für Bibiza aber nur bedingt. Falco steht für eine eigene Ära des österreichischen Pop und für internationale Strahlkraft, Bibiza bewegt sich dagegen in einer jüngeren, stark digital geprägten Musikszene. Dass seine Fans den früheren Superstar überhaupt noch kennen, hält er selbst für fraglich.

Ein Künstler mit Hang zur Pose

Bibiza präsentiert sich seit jeher nicht als nüchterner Perfektionist, sondern als Figur mit Stilbewusstsein und kalkulierter Eigenwilligkeit. Seine Auftritte und sein Auftreten tragen zur Marke bei, die sich zwischen Ironie, Selbstüberhöhung und Leichtigkeit bewegt. Auch das neue Album scheint diesem Ansatz zu folgen, allerdings mit hörbar mehr Druck und Rock’n’Roll-Geste.

Für den Musiker ist das neue Werk damit wohl auch ein Schritt weg von der bloßen Erwartungshaltung an den „hippen Wiener“: weniger Szene-Anekdote, mehr musikalische Wucht. Am 31. Juli wird sich zeigen, wie weit Bibiza diesen Anspruch auf „Rocknrollstar“ tatsächlich einlöst.

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