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Benko-Assistent soll nach Signa-Pleite für Flugunternehmen tätig gewesen sein

Redaktionelle Szene zum Thema „Benko-Assistent soll nach Signa-Pleite für Flugunternehmen tätig gewesen sein“

Der frühere Bürochef von René Benko hat nach dem Einsetzen des Signa-Konkursdominos offenbar nicht nur für Ex-Kanzler Sebastian Kurz gearbeitet, sondern auch für ein großes Bedarfsflugunternehmen. Das geht aus Unterlagen hervor, die seine Rolle in der Zeit nach den ersten Signa-Zusammenbrüchen beleuchten und neue Fragen zu seinen parallel laufenden Verpflichtungen aufwerfen.

Im Zentrum steht ein Mann, der im engsten Umfeld des gefallenen Immobilien- und Handelsinvestors Benko eine Schlüsselfunktion innehatte. Nach dem Beginn der Insolvenzserie in der Signa-Gruppe soll er dennoch vielfältige Aufgaben übernommen haben. Laut den vorliegenden Angaben betraf das neben einer Tätigkeit für Kurz auch Kontakte und Verträge mit einem Anbieter von Bedarfsflügen. Wie weit diese Aufgaben reichten und in welcher Form sie mit bestehenden Signa-Verpflichtungen vereinbar waren, ist aus den verfügbaren Informationen nicht vollständig ersichtlich.

Die Entwicklungen sind deshalb heikel, weil in der Signa-Gruppe seit dem Kollaps zahlreiche offene Verpflichtungen, Zuständigkeiten und mögliche Interessenkonflikte aufgearbeitet werden. Personen aus Benkos Umfeld geraten dabei immer wieder ins Blickfeld, wenn es um geschäftliche Verflechtungen, Nebenjobs und mögliche Parallelaktivitäten nach dem Einsetzen der Pleitewelle geht.

René Benko selbst steht seit dem Zusammenbruch seines Konzerns im Fokus von Insolvenzverwaltern, Gläubigern und Ermittlern. Die Signa-Pleite hat sich zu einem der größten Wirtschaftsskandale der jüngeren österreichischen Geschichte entwickelt und zieht weiterhin Kreise weit über den eigentlichen Immobilien- und Handelsbereich hinaus. Dass frühere Vertraute des Tirolers auch nach dem Beginn der Krise aktiv geblieben sein sollen, macht die Aufarbeitung zusätzlich komplex.

Für die Frage nach Verantwortung und Loyalitäten ist vor allem relevant, wie sich die Tätigkeiten des ehemaligen Benko-Assistenten zeitlich überschnitten und ob sie mit seinen Verpflichtungen aus der Signa-Zeit kollidierten. Genau dort liegt der wirtschaftliche und rechtliche Sprengstoff der neuen Enthüllungen: Nicht der bloße Seitenwechsel ist brisant, sondern die mögliche Gleichzeitigkeit mehrerer Rollen in einer Phase, in der die Signa bereits auseinanderzufallen begann.

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