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Auftakt in Worms: Nibelungen-Festspiele eröffnen mit „Die Hunnenkönigin“

Redaktionelle Szene zum Thema „Auftakt in Worms: Nibelungen-Festspiele eröffnen mit „Die Hunnenkönigin““

Mit der Uraufführung von „Die Hunnenkönigin“ haben in Worms am Rhein die Nibelungen-Festspiele begonnen. Vor dem Kaiserdom brachte das Ensemble die neue deutsch-englische Fassung des Nibelungenstoffs auf die Bühne, die bis 2. August zu sehen ist.

Im Zentrum steht Kriemhild, gespielt von Maria Dragus. Die Burgunderprinzessin, die nach Siegfrieds Tod zu den Hunnen wechselt, wird in der Produktion als rachedurstige Figur gezeigt. Aram Tafreshian verkörpert den Hunnenkönig Etzel. Damit knüpft die diesjährige Festspielinszenierung an den Kern des mittelalterlichen Epos an, rückt aber stärker die Machtpolitik und die Intrigen des Stoffes in den Vordergrund.

Die Nibelungen-Festspiele gehören seit Jahren zu den bekanntesten Theaterereignissen im deutschen Sprachraum. Ihre besondere Spielstätte vor dem Wormser Kaiserdom verleiht den Aufführungen eine eigene, historisch aufgeladene Atmosphäre. Der Ort ist eng mit der Nibelungensage verbunden, die in Worms einen ihrer zentralen Schauplätze hat.

„Die Hunnenkönigin“ entsteht als britisch-deutsche Kooperation mit Les Enfants Terrible. Die Produktion setzt auf eine neue Variante des traditionsreichen Stoffs und verlegt die Aufmerksamkeit auf die Dynamik zwischen Kriemhild und Etzel. Der Festspielsommer am Rhein läuft nun bis Anfang August und bringt mehrere Aufführungen des Stücks an den Domplatz.

Für die Festspiele ist die Eröffnung traditionell der Auftakt eines kulturellen Großereignisses, das Theater, Geschichte und touristische Aufmerksamkeit verbindet. Mit der diesjährigen Produktion bleibt Worms dem Nibelungen-Material treu, sucht aber erneut eine zeitgenössische Lesart eines Stoffes, der seit Jahrhunderten immer wieder neu befragt wird.

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