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AT&S-Aktie verzehnfacht: Wie der steirische Leiterplattenhersteller den Turnaround schaffte

Redaktionelle Szene zum Thema „AT&S-Aktie verzehnfacht: Wie der steirische Leiterplattenhersteller den Turnaround schaffte“

Die Aktie der AT&S AG hat sich seit der Nominierung von CEO Michael Mertin im Februar des Vorjahres verzehnfacht. Der steirische Leiterplatten- und Substrat-Hersteller zählt damit zu den auffälligsten Turnarounds an der heimischen Börse. Im Zentrum steht nicht nur die starke Kursentwicklung, sondern auch die Rückkehr des Unternehmens zu operativer Stärke.

AT&S hat am Donnerstag bei der Bilanz-Pressekonferenz Zahlen für das Geschäftsjahr 2025/26 präsentiert. Nach dem schwachen Umfeld der vergangenen Jahre rückt das Unternehmen damit wieder stärker als Industrie- und Technologiewert in den Fokus der Anleger. Der Kursanstieg ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil er nicht auf kurzfristige Spekulationen beschränkt blieb, sondern sich über einen längeren Zeitraum entwickelte.

Rückenwind aus dem operativen Geschäft

Die Börse reagiert bei AT&S seit Monaten auf eine Kombination aus Hoffnung auf einen nachhaltigen Ertragsschub und Vertrauen in die neue Führung. Michael Mertin, der im Vorjahr an die Spitze des Konzerns berufen wurde, steht für einen Kurswechsel, der sich offenbar auch in der Bewertung der Aktie niederschlägt. Für ein Unternehmen aus der stark zyklischen Elektronikzulieferbranche ist das ein beachtlicher Befund.

AT&S produziert Leiterplatten und Substrate, also zentrale Bauteile für elektronische Anwendungen. Die Nachfrage in diesem Bereich hängt eng mit der Entwicklung in Industrie, Autozulieferung und IT zusammen. Entsprechend sensibel reagiert der Markt auf Signale, dass ein Hersteller wieder effizienter arbeitet und seine Profitabilität verbessert.

Signale für Anleger und Standort

Für den heimischen Kapitalmarkt ist der Kursverlauf ein seltener Lichtblick. Österreichische Industrieunternehmen stehen seit Jahren unter Druck, weil hohe Kosten, schwankende Nachfrage und Investitionsbedarf auf die Margen drücken. Dass sich die AT&S-Aktie binnen gut eines Jahres vervielfacht hat, zeigt, wie stark Investoren auf eine glaubwürdige Sanierungs- und Wachstumsstrategie reagieren können.

Der Konzern mit Sitz in der Steiermark bleibt zugleich ein Gradmesser für die Schwäche und die Chancen der heimischen Industrie. Gelingt es AT&S, die jüngste Entwicklung im Geschäftsjahr 2025/26 zu bestätigen, könnte der Börsenaufschwung mehr sein als nur eine Zwischenrally. Für Anleger bleibt damit vor allem entscheidend, ob die verbesserten Zahlen auch im laufenden Geschäft absichern werden.

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