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Aktionäre werfen Uber-Management gravierende Fehler im Umgang mit Belästigungsvorwürfen vor

Redaktionelle Szene zum Thema „Aktionäre werfen Uber-Management gravierende Fehler im Umgang mit Belästigungsvorwürfen vor“

Eine Gruppe von Uber-Aktionären hat das Management des Fahrdienstvermittlers wegen des Umgangs mit Beschwerden über sexuelle Übergriffe und Belästigungen verklagt. In der Klage wird den Vorständen und Beiratsmitgliedern vorgeworfen, wiederholt gegen interne Regeln und Sorgfaltspflichten verstoßen zu haben. Das habe dazu beigetragen, dass Uber mit einer großen Zahl an Verfahren rund um sexuelle Übergriffe und Belästigungen konfrontiert ist.

Die Klage richtet sich gegen die Unternehmensführung von Uber Technologies in San Francisco. Nach Angaben aus dem Verfahren soll das Management dem Unternehmen Kompromisse bei der Einhaltung von Vorschriften ermöglicht haben. Konkret geht es um den Vorwurf, Beschwerden nicht ausreichend ernst genommen und Risiken im Zusammenhang mit dem Betrieb der Plattform zu spät oder unzureichend adressiert zu haben.

Belastung für das Unternehmen

Für Uber ist der Streit auch aus wirtschaftlicher Sicht heikel. Klagen wegen sexueller Übergriffe und Belästigungen können nicht nur hohe Kosten verursachen, sondern auch das Vertrauen von Fahrgästen, Fahrern und Investoren belasten. Gerade bei einem Plattformunternehmen, das auf die Vermittlung zwischen Millionen Nutzern und selbstständigen Fahrern angewiesen ist, wirkt jeder Vorwurf mangelhafter Kontrolle schnell über den juristischen Rahmen hinaus.

Die Aktionäre stellen mit ihrer Klage die Frage, ob das Top-Management seine Aufsichtspflichten ausreichend wahrgenommen hat. Solche Verfahren sind in den USA ein gängiges Mittel, um Vorstände und Aufsichtsgremien für mutmaßliche Pflichtverletzungen zur Verantwortung zu ziehen. Im Kern geht es dabei darum, ob das Management Warnsignale über längere Zeit ignoriert oder zu schwach reagiert hat.

Uber steht seit Jahren unter besonderer Beobachtung, wenn es um Sicherheit, Verantwortung und den Umgang mit Beschwerden auf der Plattform geht. Die aktuelle Klage verschärft nun den Druck auf das Unternehmen, interne Kontrollmechanismen und den Umgang mit Vorwürfen öffentlich zu erklären und gegebenenfalls nachzuschärfen.

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