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Iran sperrt Straße von Hormus erneut wegen Israels Angriffen im Libanon

Redaktionelle Szene zum Thema „Iran sperrt Straße von Hormus erneut wegen Israels Angriffen im Libanon“

Das iranische Militärkommando will die Straße von Hormus erneut für den Schiffsverkehr schließen. Als Begründung nannte Teheran die anhaltenden israelischen Angriffe im Südlibanon. Die Meerenge zählt zu den wichtigsten Transportwegen für Öl und Gas weltweit; jede Einschränkung dort hätte unmittelbare Folgen für den internationalen Handel und die Energiemärkte.

Die Ankündigung markiert eine weitere Zuspitzung in der ohnehin angespannten Lage zwischen dem Iran, Israel und den mit Teheran verbündeten Milizen in der Region. Über die Straße von Hormus werden täglich große Mengen an Rohöl und Flüssiggas verschifft. Schon die Drohung, den Engpass zu blockieren, sorgt regelmäßig für Nervosität an den Märkten, weil viele Staaten stark von Lieferungen aus dem Persischen Golf abhängen.

Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund der fortgesetzten Kämpfe im Libanon, die Israel nach eigenen Angaben mit Angriffen gegen Ziele der Hisbollah beantwortet. Teheran stellt sich seit Monaten demonstrativ an die Seite der libanesischen Miliz und macht Israel für die Eskalation verantwortlich. Mit der Schließung der Meerenge erhöht der Iran nun den Druck auf die Gegenseite auch auf wirtschaftlicher und strategischer Ebene.

Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Indischen Ozean. An ihrer schmalsten Stelle ist sie nur wenige Dutzend Kilometer breit. Eine Sperre würde nicht nur den Export aus Iran selbst treffen, sondern auch Lieferungen aus Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait, Katar und dem Irak erschweren. Entsprechend groß ist die Bedeutung der Passage für die Weltenergieversorgung.

Für den Westen ist die Ankündigung auch politisch brisant. Washington hatte zuletzt mehrfach vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten gewarnt und auf Deeskalation gedrängt. Mit dem erneuten Schritt stellt sich Teheran nun offen gegen diese Bemühungen und signalisiert, dass der Konflikt mit Israel nicht auf den Libanon beschränkt bleibt.

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