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Gesundheitssystem: Regierung will Reform bis 30. Juni vorlegen

Redaktionelle Szene zum Thema „Gesundheitssystem: Regierung will Reform bis 30. Juni vorlegen“

Die Bundesregierung will die seit Monaten diskutierte Reform des Gesundheitssystems am 30. Juni präsentieren. Bis dahin laufen nach Angaben aus dem politischen Umfeld noch Verhandlungen über die Eckpunkte eines Pakets, das vor allem die Versorgung besser koordinieren und die Kostenentwicklung bremsen soll.

Im Zentrum steht demnach die Frage, wie Leistungen zwischen Bund, Ländern, Sozialversicherung und den neuen regionalen Versorgungsstrukturen klarer aufgeteilt werden können. Besonders umstritten ist, wie stark der Bund künftig steuernd eingreifen soll und welche Kompetenzen bei den Ländern bleiben. Der Reformdruck ist hoch: Immer wieder wird beklagt, dass Zuständigkeiten zersplittert sind und Patientinnen und Patienten in manchen Bereichen zu lange auf Termine, Diagnosen oder Operationen warten.

Koordination und Finanzierung als Hauptstreitpunkte

Die Gespräche drehen sich vor allem um zwei Baustellen: die bessere Abstimmung im niedergelassenen Bereich und die Finanzierung des Systems. Politisch heikel ist dabei, dass eine Reform nicht nur organisatorische Änderungen bringen soll, sondern auch die Verteilung der Lasten neu ordnen könnte. Für die Bundesländer geht es um Mitspracherechte bei Planung und Umsetzung, für den Bund um mehr Durchgriff bei strukturellen Fragen.

Als wahrscheinlich gilt, dass die Reform an bestehende Ausbaupläne anknüpft, etwa bei Primärversorgung, Terminsteuerung und digitaler Vernetzung. Auch ein stärkeres Zusammenspiel zwischen Spitälern und dem ambulanten Bereich dürfte Teil des Pakets werden. In der Politik wird dies als Voraussetzung gesehen, um Patientenströme besser zu lenken und unnötige Spitalsaufnahmen zu vermeiden.

Der Zeitplan ist ambitioniert. Bis Ende Juni bleibt nach dem politischen Kalender nur wenig Spielraum, um offene Punkte auszuräumen und einen Kompromiss zwischen Bund, Ländern und Sozialversicherung zu finden. Die Präsentation am 30. Juni gilt deshalb nicht nur als Termin für eine Ankündigung, sondern auch als Test, ob die lang angekündigte Strukturreform tatsächlich über Absichtserklärungen hinausgeht.

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