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Uni-Wien-Rektor Schütze warnt vor Kürzungen im Hochschulbudget

Redaktionelle Szene zum Thema „Uni-Wien-Rektor Schütze warnt vor Kürzungen im Hochschulbudget“

Vor den Verhandlungen über das neue Universitätsbudget warnt der Rektor der Universität Wien, Sebastian Schütze, vor Einschnitten bei den Hochschulen. Angesichts der budgetären Vorgaben hält er die vorgesehenen Kürzungen für falsch und verweist darauf, dass Europa und internationale Mitbewerber ihre Mittel für Forschung und Wissenschaft ausweiten.

Bis 31. Oktober muss die Bundesregierung das Globalbudget der Universitäten für die Jahre 2028 bis 2030 festlegen. Nach den bisher vorliegenden Zahlen sinken die Ausgaben für die Universitäten von derzeit 1,6 Prozent auf 1,2 Prozent der Wirtschaftsleistung. Schütze sprach in diesem Zusammenhang von einem „radikalen Bruch“ mit der bisherigen Linie, die Hochschulen über Jahre hinweg zumindest im Ausmaß der Inflation oder darüber hinaus zu finanzieren.

Die 22 österreichischen Universitäten hatten für die kommende Budgetperiode eine Erhöhung um 2,5 Milliarden Euro auf insgesamt 18 Milliarden Euro gefordert. Das Wissenschaftsministerium plant laut den vorliegenden Angaben mit 15,5 Milliarden Euro. Zwischen beiden Positionen liegt damit eine Lücke von 2,5 Milliarden Euro. Schütze sagte, Universitäten müssten zwar ihren Beitrag zur angespannten Budgetsituation leisten, die vorgesehenen Sparvorgaben seien aber in dieser Form nicht verhältnismäßig und realistischerweise nicht in einem Uni-Budget unterzubringen.

Besonders heikel ist aus Sicht der Hochschulen der hohe Anteil an Personalkosten. Der größte Teil der Ausgaben entfällt an den Universitäten auf Gehälter und laufenden Betrieb, weshalb breite Kürzungen rasch Lehrbetrieb, Forschung und Studienbedingungen treffen können. Genau davor warnt Schütze nun öffentlich, noch bevor die eigentlichen Verhandlungen über die nächste Leistungsvereinbarungsperiode beginnen.

Die Debatte fällt in eine Phase, in der Österreichs Universitäten unter Druck stehen, international konkurrenzfähig zu bleiben. Schütze stellt dem die Entwicklung in Europa gegenüber, wo vielerorts zusätzliche Forschungsgelder bereitgestellt würden. Vor diesem Hintergrund könnte eine Absenkung der Mittel in Österreich nicht nur die Hochschulen selbst, sondern auch den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort schwächen.

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