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Kein Puffer mehr beim Pickerl: Regierung will Toleranzfrist streichen

Redaktionelle Szene zum Thema „Kein Puffer mehr beim Pickerl: Regierung will Toleranzfrist streichen“

Die Toleranzfrist beim Pickerl soll nach dem Willen der Regierung fallen. Wer die gesetzlich vorgesehene Begutachtung für Auto und andere Fahrzeuge bisher bis zu vier Monate überzogen hat, müsste sich künftig wieder strikt an den Termin halten. Grundlage dafür ist die aktuelle Kraftfahr-Novelle.

Bisher konnte das Überziehen des Pickerls in Österreich ohne sofortige rechtliche Folgen innerhalb einer Schonfrist nachgeholt werden. Diese Regelung ist vor allem für Alltagspendler, aber auch für Besitzer von älteren Fahrzeugen relevant, die ihre Termine nicht immer auf den Tag genau einhalten. Mit der geplanten Änderung würde dieser Spielraum entfallen.

Politisch sorgt der Vorstoß bereits für Widerstand. Die FPÖ kritisiert die geplante Streichung als „autofahrerfeindlich“ und fordert, die bisherige Regelung beizubehalten. Nach Ansicht der Freiheitlichen soll das auch im Interesse von Oldtimerbesitzern gelten, die auf flexible Fristen angewiesen seien.

Die Pickerlregelung ist für viele Autobesitzer ein fixer Bestandteil der Fahrzeughaltung. Sie soll sicherstellen, dass Fahrzeuge in regelmäßigen Abständen auf ihre Verkehrstauglichkeit geprüft werden. Fällt die Toleranzfrist weg, steigt der Druck, die Begutachtung rechtzeitig zu erledigen.

Mit der Kraftfahr-Novelle würde die Regierung damit an einer Stelle verschärfen, die für viele Lenker im Alltag unmittelbar spürbar ist. Für Werkstätten und Prüfstellen könnte das ebenfalls Folgen haben, weil die Nachfrage stärker auf die exakt fälligen Termine konzentriert wäre.

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