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Betriebsrat attackiert WKO-Spitze wegen geplantem Jobabbau

Redaktionelle Szene zum Thema „Betriebsrat attackiert WKO-Spitze wegen geplantem Jobabbau“

In der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) verschärft sich der Konflikt über den geplanten Stellenabbau: Bis Ende 2027 soll in der Bundesorganisation jeder vierte Job gestrichen werden. Der Betriebsrat stellt sich nun offen gegen den Kurs von WKO-Chefin Martha Schultz und kritisiert vor allem die Art, wie der Abbau abgewickelt werden soll.

Schultz hatte erklärt, der Stellenabbau solle über einen Sozialplan und in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat erfolgen. Genau daran entzündet sich nun der Streit. Der Betriebsrat sieht die Vorgehensweise offenbar deutlich kritischer und macht der Kammerführung Vorwürfe. Damit gerät die interne Auseinandersetzung in einer für die WKO heiklen Phase nach außen.

Jeder vierte Job bis 2027 betroffen

Der angekündigte Personalabbau betrifft die Bundesorganisation der Kammer, also den zentralen Apparat der Interessenvertretung. Dass bis Ende 2027 jede vierte Stelle wegfallen soll, ist für die Organisation ein massiver Einschnitt. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet das nicht nur Unsicherheit, sondern auch die Frage, wie viele Aufgaben künftig mit deutlich weniger Personal erledigt werden sollen.

Die WKO steht damit vor einem Spagat: Einerseits soll die Kostenstruktur reduziert werden, andererseits muss die Kammer ihre Rolle als Service- und Interessenvertretung für Unternehmen weiter erfüllen. Gerade in einem Umfeld mit wirtschaftlicher Schwäche, hohen Kosten und zurückhaltender Konjunktur ist der Druck auf die Kammer groß, ihre eigene Struktur zu verschlanken.

Konflikt um Sozialplan und Vorgehen

Sozialpläne gelten in solchen Fällen als Instrument, um Kündigungen und Übergänge sozial abzufedern. Dass der Betriebsrat nun lautstark protestiert, zeigt aber, dass es offenbar nicht nur um die Größe des Einschnitts geht, sondern auch um Vertrauen und Verhandlungsstil. Für die Führung der Kammer wird entscheidend sein, ob sich der Konflikt rasch befrieden lässt oder ob der Widerstand die Umsetzung des Abbaus verzögert.

Für die WKO ist die Debatte auch politisch sensibel. Als zentrale Interessenvertretung der österreichischen Wirtschaft steht sie selbst unter Beobachtung, wenn sie im eigenen Haus Stellen streicht. Der Streit mit dem Betriebsrat macht sichtbar, wie schwierig es ist, Sparzwänge, soziale Absicherung und interne Akzeptanz in Einklang zu bringen.

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