Extrig.at

Die unabhängige Onlinezeitung für Österreich

Vater wegen schwerer Misshandlung seines Babys in Wels vor Gericht

Redaktionelle Szene zum Thema „Vater wegen schwerer Misshandlung seines Babys in Wels vor Gericht“

Ein 29-jähriger Mann muss sich am Landesgericht Wels wegen schwerer Vorwürfe gegen seinen Baby-Sohn verantworten. Der Bursche erlitt nach Angaben aus dem Verfahren ein Schütteltrauma und erblindete. Der Angeklagte bestreitet, das Kind misshandelt zu haben, und erklärte, er habe dem Baby helfen wollen.

Die Version des Vaters stand laut Verhandlung in klarem Widerspruch zu den Einschätzungen eines Gerichtsmediziners. Dem 13-fach vorbestraften Mann drohen bis zu 15 Jahre Haft. Verhandelt wird in Wels in Oberösterreich.

Schütteltraumata zählen zu den schwersten Formen von Kindesmisshandlung. Schon kurzes und heftiges Schütteln kann bei Säuglingen zu lebensgefährlichen Verletzungen führen, weil ihr Kopf im Verhältnis zum Körper besonders schwer ist und die Halsmuskulatur noch nicht ausreichend stabilisiert.

Der Fall reiht sich in eine Reihe schwerer Gewaltverfahren gegen Kinder ein, die Gerichte in Österreich immer wieder beschäftigen. Gerade bei Säuglingen werden die Folgen oft erst nach medizinischen Untersuchungen sichtbar. Im aktuellen Verfahren geht es um die Frage, wie es zu den Verletzungen kam und welche Verantwortung der Angeklagte dafür trägt.

Für den 29-Jährigen steht damit nicht nur eine mögliche lange Haftstrafe im Raum, sondern auch die strafrechtliche Bewertung einer Tat, die bei einem so kleinen Kind zu bleibenden Schäden geführt haben soll.

Diesen Artikel teilen