Nach dem Kettcar-Rennen in Lanzenkirchen ist eine politische Debatte über die Finanzierung von Pokalen entbrannt. Auslöser ist ein Bericht über die Veranstaltung, bei der sich Veranstalter und Teilnehmer über eine gelungene Premiere freuten. Die Freiheitlichen im Ort orten jedoch einen möglichen Parteikassenskandal, weil die Pokale laut ihrer Darstellung aus Mitteln einer politischen Gruppierung bezahlt worden sein sollen.
Im Zentrum steht damit nicht das Rennen selbst, sondern die Frage, wie Preisgelder und Sachpreise organisiert wurden und wer dafür aufkam. Das Thema schlug vor allem deshalb Wellen, weil das Kettcar-Rennen als lokales Gemeinschaftsprojekt wahrgenommen wurde und nun in einen parteipolitischen Streit geraten ist. Für die Organisatoren bedeutet das eine unerwartete Zusatzdebatte nach einer Veranstaltung, die eigentlich sportlich und familienfreundlich im Vordergrund stehen sollte.
Lanzenkirchen im Bezirk Wiener Neustadt ist für politische Reibungen zwischen den Parteien kein unbeschriebenes Blatt. Der aktuelle Streit zeigt, wie rasch auch kleine kommunale Initiativen in eine größere Auseinandersetzung kippen können, wenn Geldflüsse und Zuständigkeiten nicht für alle Beteiligten gleich klar sind. Gerade bei Veranstaltungen mit Vereins- oder Gemeindebezug wird die Herkunft von Sachspenden und Sponsoring regelmäßig zum politischen Prüfstein.
Für die Beteiligten steht nun im Raum, ob die Finanzierung der Pokale ordnungsgemäß und transparent abgewickelt wurde. Der Vorwurf der FPÖ richtet sich dabei nicht gegen das Rennen an sich, sondern gegen die politische Dimension der Unterstützung. Die Affäre dürfte damit vor allem in der Gemeindepolitik weiter Thema bleiben.









