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Elektronischer Eltern-Kind-Pass dürfte weiter auf sich warten lassen

Redaktionelle Szene zum Thema „Elektronischer Eltern-Kind-Pass dürfte weiter auf sich warten lassen“

Der Start des elektronischen Eltern-Kind-Passes verschiebt sich offenbar erneut. Statt wie ursprünglich geplant 2026 flächendeckend online zu gehen, soll das System nach den vorliegenden Angaben erst 2027 kommen. Bis dahin bleibt der Eltern-Kind-Pass demnach in seiner bisherigen analogen Form bestehen.

Ein erster Testlauf ist für 2026 in Kärnten vorgesehen. Dort soll der elektronische Ablauf in einem Feldversuch erprobt werden, bevor eine Einführung für ganz Österreich folgen könnte. Damit zieht sich ein Projekt in die Länge, das schon seit Jahren als zentraler Baustein für die Digitalisierung im Gesundheitswesen gilt.

Der Eltern-Kind-Pass begleitet Schwangerschaft und frühe Kindheit seit Jahrzehnten. Er dokumentiert medizinisch relevante Untersuchungen für Mutter und Kind und ist in Österreich ein wichtiges Instrument der Vorsorge. Gerade deshalb wird die digitale Version seit längerem als Verwaltungsvereinfachung und als Schritt zu einer besseren Vernetzung im Gesundheitssystem betrachtet.

Die wiederholte Verzögerung zeigt, wie zäh größere Digitalisierungsprojekte im Gesundheitsbereich verlaufen. Zwischen Anspruch und Umsetzung liegen in diesem Fall technische, organisatorische und rechtliche Hürden, die einen Start immer wieder nach hinten rücken. Für werdende Eltern und Ärztinnen und Ärzte bedeutet das vorerst: weiter Papier statt digitale Akte.

Das Gesundheitsministerium hat eine Verschiebung bislang nicht offiziell bestätigt. Der aktuelle Stand bleibt damit vorerst von den vorliegenden Informationen geprägt: Der elektronische Eltern-Kind-Pass kommt nicht wie erhofft 2026, sondern frühestens nach einem Testbetrieb im Jahr 2027.

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