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Wiederkehr will mehr ausgebildete Lehrer an die Schulen bringen

Redaktionelle Szene zum Thema „Wiederkehr will mehr ausgebildete Lehrer an die Schulen bringen“

Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) will den Anteil qualifizierter Lehrkräfte bei Neueinstellungen deutlich erhöhen. Nach aktuellen Zielvorgaben im Teilheft zum Doppelbudget sollen 2027 bereits 65 Prozent der neu angestellten Lehrerinnen und Lehrer entweder ein abgeschlossenes Lehramtsstudium oder eine anerkannte Quereinstiegsqualifikation mitbringen. Bis 2030 soll der Anteil auf 80 Prozent steigen.

Auslöser für den Vorstoß ist die Situation im laufenden Schuljahr: Zuletzt waren nur etwas mehr als die Hälfte der Neuanstellungen ausgebildete Pädagoginnen und Pädagogen oder zertifizierte Quereinsteiger mit fachlich passendem Studienabschluss und Berufspraxis, die ihre pädagogische Ausbildung berufsbegleitend nachholen. Wiederkehr will diesen Wert nach oben drücken und verlangt, dass erst in einer Klasse unterrichtet werden darf, wenn die Lehrerausbildung abgeschlossen ist.

Damit verschärft das Ressort die Linie beim Zugang zum Lehrerberuf. Gerade in Zeiten des Lehrkräftemangels waren in den vergangenen Jahren auch Personen ohne vollständige pädagogische Ausbildung an Schulen eingesetzt worden, um offene Stellen zu besetzen. Der nun formulierte Anspruch zielt darauf ab, die Qualität der Besetzung zu erhöhen und den Anteil fachlich wie pädagogisch fertig ausgebildeter Kräfte zu vergrößern.

Ob die Vorgaben tatsächlich erreicht werden, hängt auch davon ab, wie viele Absolventinnen und Absolventen die Pädagogischen Hochschulen und Universitäten in den kommenden Jahren liefern und wie attraktiv der Beruf für Quereinsteiger bleibt. Der Plan markiert jedenfalls einen klaren Kurswechsel: weniger Improvisation beim Start, mehr abgeschlossene Ausbildung vor dem ersten Schultag als Lehrkraft.

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