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Wenn schwerstkranke Kinder träumen: Vom Höhenflug bis zum Treffen mit Messi

Redaktionelle Szene zum Thema „Wenn schwerstkranke Kinder träumen: Vom Höhenflug bis zum Treffen mit Messi“

Ein Treffen mit Fußballstar Lionel Messi, ein Tag als Polizistin oder ein Höhenflug weit weg von der Erde: Schwerstkranke Kinder und Jugendliche haben oft sehr konkrete Wünsche. Der Verein Make-A-Wish erfüllt solche Träume in mehr als 50 Ländern, zuletzt nach eigenen Angaben mehr als 20.000 im Vorjahr. In Österreich leitet Birgit Fux die Organisation, die nach ihren Angaben eng mit Spitälern und Kinderkliniken zusammenarbeitet.

Die Wünsche kommen dabei nicht nur von den Familien selbst. Häufig melden sich Spitäler, weil die Wunscherfüllung auch Teil der Behandlung sein kann. „Die wissen am besten, ob man zum Beispiel vor oder nach einer Chemo diesen Kraft- und Hoffnungsimpuls setzen soll“, sagt Fux. Die Organisation verstehe sich deshalb nicht als bloße Freizeitaktion, sondern als Begleitung in einer belastenden Lebensphase.

Make-A-Wish geht auf eine Geschichte aus den USA zurück: Ein an Leukämie erkrankter siebenjähriger Bub wollte Polizist werden. Seine Mutter organisierte gemeinsam mit dem Dorfpolizisten einen Tag in Uniform, inklusive Strafzettel verteilen. Aus dieser Erfahrung entstand später die Idee, mehr schwerkranken Kindern solche Erlebnisse zu ermöglichen.

Fux selbst kam über eine Zeitungsannonce zu dem Verein. Sie begann ehrenamtlich, später übernahm sie die Geschäftsführung. Heute reicht das Spektrum der erfüllten Wünsche von Begegnungen mit Idolen über besondere Ausflüge bis zu Erlebnissen, die Kindern für kurze Zeit einen Alltag außerhalb von Spital und Therapie eröffnen.

Dass solche Wünsche mehr sind als symbolische Gesten, stützen nach Angaben der Organisation internationale Studien, an denen auch Österreich beteiligt war. Untersucht wurden dabei Eltern und Kinder; das Ergebnis sei, dass die Wunscherfüllung den Heilungsprozess unterstützen könne. Make-A-Wish verweist damit auf einen Zusammenhang zwischen emotionaler Entlastung und medizinischer Behandlung, ohne die Therapie selbst zu ersetzen.

Die Organisation ist seit Jahren international vernetzt und arbeitet mit Partnern in den Kliniken zusammen. Ziel bleibt laut Fux, schwerkranken Kindern und Jugendlichen einen Moment zu geben, der nicht von Diagnosen, Untersuchungen und Behandlungen geprägt ist. Für viele seien das besondere Erinnerungen, die über den einzelnen Tag hinaus Wirkung entfalten.

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