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Wenders: Umstrittene Nacktszene mit Nastassja Kinski würde er heute nicht mehr drehen

Redaktionelle Szene zum Thema „Wenders: Umstrittene Nacktszene mit Nastassja Kinski würde er heute nicht mehr drehen“

Regisseur Wim Wenders hat die Nacktszene mit Nastassja Kinski in seinem Film „Falsche Bewegung“ aus dem Jahr 1975 im Rückblick klar als Fehlentscheidung bezeichnet. „Das würde ich heute nie mehr so machen“, sagte der 80-jährige Filmemacher am Freitag in Berlin. Dort wurde er beim Deutschen Filmpreis mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet.

In „Falsche Bewegung“ war Kinski als 13-Jährige mit nacktem Oberkörper zu sehen. Die Szene zählt seit Jahren zu den meistdiskutierten Momenten in Wenders’ Frühwerk und wird im Rückblick auch mit veränderten Maßstäben an den Umgang mit Minderjährigen im Film betrachtet. Wenders selbst machte nun deutlich, dass er eine solche Inszenierung heute nicht mehr verantworten würde.

Der Deutsche Filmpreis gilt als wichtigste Auszeichnung der deutschen Filmbranche. Mit dem Ehrenpreis wird üblicherweise das Lebenswerk oder der besondere Beitrag einer Persönlichkeit zum Kino gewürdigt. Wenders, der mit Filmen wie „Paris, Texas“, „Der Himmel über Berlin“ oder „Buena Vista Social Club“ internationale Bekanntheit erlangte, gehört seit Jahrzehnten zu den prägenden Regisseuren des europäischen Films.

Der Fall verweist zugleich auf einen grundlegenden Wandel in der Filmproduktion: Szenen mit Kindern und Jugendlichen werden heute deutlich strenger geprüft, sowohl in der Vorbereitung als auch bei der Dreharbeit selbst. Internationale Standards verlangen in solchen Fällen meist zusätzliche Schutzmaßnahmen und eine klare inhaltliche Abwägung. Die damalige Szene in „Falsche Bewegung“ bleibt damit nicht nur ein Detail aus Wenders’ Filmografie, sondern auch ein Beispiel dafür, wie sich die Sensibilität der Branche verändert hat.

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