Nach der Ankündigung einer Einigung auf ein Friedensabkommen im Iran-Konflikt hat das US-Militär erneut Angriffe in der Straße von Hormuz gemeldet. Kurz zuvor hatte auch Teheran bestätigt, dass ein „endgültiger“ Text für ein Abkommen vorliege. Die Angaben unterstreichen, wie fragil die Lage trotz der angekündigten Verständigung bleibt.
US-Präsident Donald Trump hatte wenige Stunden davor abermals erklärt, ein Deal zum Ende des Iran-Kriegs stehe unmittelbar bevor. Es war bereits die 39. Ankündigung dieser Art, die er in Zusammenhang mit dem Konflikt machte. Eine endgültige Entspannung trat aber nicht ein: Die gemeldeten Angriffe erfolgten ausgerechnet in jener Meerenge, die für den internationalen Öl- und Warenverkehr von zentraler Bedeutung ist.
Die Straße von Hormuz verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Gerade deshalb haben Vorfälle in diesem Gebiet nicht nur militärische, sondern auch politische und wirtschaftliche Folgen. Schon in der Vergangenheit hatten Spannungen dort zu Sorgen über Lieferketten und Energiepreise geführt.
Die erneuten Attacken zeigen, dass selbst parallel zu diplomatischen Signalen weiter militärische Eskalation möglich bleibt. Für die USA und ihre Partner stellt sich damit die Frage, ob eine vereinbarte Textfassung tatsächlich zu einer belastbaren Beruhigung führt oder ob die Fronten trotz politischer Bekundungen offen bleiben.









