Volkswagen hält nach einer Sitzung des Aufsichtsrats weiter Details zu möglichen Einsparungen, Werksschließungen und Stellenabbau unter Verschluss. Der Konzern arbeitet damit mitten in einer der heikelsten Restrukturierungsphasen der vergangenen Jahre weiter an einem Sanierungsplan, der intern wie politisch heftig umstritten ist.
Auslöser der Debatte sind die anhaltend schwachen Geschäfte in mehreren Sparten und der Druck auf die Kostenbasis des größten europäischen Autobauers. Volkswagen steht seit Monaten unter Zugzwang, weil geringere Margen, ein harter Wettbewerb mit chinesischen Herstellern und der teure Umbau zur Elektromobilität den Konzern belasten. Vor allem in Deutschland richtet sich der Blick auf mögliche Folgen für Beschäftigung und Standorte.
Der Aufsichtsrat befasste sich demnach mit möglichen Einsparungen, machte danach aber keine Angaben dazu, ob und in welchem Umfang Werke betroffen sein könnten oder ob ein Abbau von Arbeitsplätzen geplant ist. Genau diese Fragen gelten als politisch und sozial besonders sensibel, weil Volkswagen mit seinen Marken und Beteiligungen zu den wichtigsten industriellen Arbeitgebern in Deutschland zählt.
Für den Konzern geht es nicht nur um kurzfristige Kostensenkungen, sondern um die Frage, wie das Geschäftsmodell in einem Markt umgebaut werden kann, der sich schneller verändert als viele klassische Autobauer erwartet hatten. Neben dem Preisdruck bei Elektroautos belasten hohe Investitionen in Software, Batterien und neue Plattformen die Bilanzen. Gleichzeitig bleibt unklar, wie weit die Konzernführung beim Umbau zu Einschnitten bei der Produktion greifen will.
Auch für die Beschäftigten bleibt die Lage damit angespannt. In der Belegschaft und bei den Arbeitnehmervertretern wird seit Monaten darauf gedrängt, dass Einsparungen nicht allein über Personal erfolgen dürfen. Welche konkreten Schritte die Unternehmensspitze nun vorbereitet, dürfte erst in den kommenden Tagen oder Wochen klarer werden.









