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Volkswagen-Führung verteidigt Kurs nach gescheiterter Abstimmung

Redaktionelle Szene zum Thema „Volkswagen-Führung verteidigt Kurs nach gescheiterter Abstimmung“

Bei Volkswagen spitzt sich der Streit über den Sparkurs weiter zu: Nach einer gescheiterten Abstimmung im Aufsichtsrat zur Zukunft des Konzerns haben sich nun die Führungskräfte hinter den geplanten Umbau und den Stellenabbau gestellt. Konzernchef Oliver Blume war am Donnerstag mit seinem Vorstoß im Kontrollgremium nicht durchgekommen.

Im Zentrum der Auseinandersetzung stehen zwei Punkte: die Neustrukturierung des Konzerns und der Abbau von Arbeitsplätzen. Beides ist seit Monaten Teil der internen Debatte über Kosten, Effizienz und die künftige Aufstellung des größten deutschen Autobauers. Die Zustimmung im Aufsichtsrat gilt dabei als politisch und wirtschaftlich heikel, weil bei Volkswagen traditionell Arbeitnehmervertreter und Eigentümerseite stark miteinander ringen.

Die Führungskräfte reagierten nun auf die Kritik der Gewerkschaft und stellten sich öffentlich hinter den Kurs der Unternehmensspitze. Damit wird deutlich, dass der Konflikt nicht nur zwischen Management und Arbeitnehmerseite verläuft, sondern auch innerhalb des Unternehmens an Schärfe gewinnt. Gerade in einer Phase, in der die Branche unter schwacher Nachfrage, hohem Kostendruck und dem teuren Umbau zur Elektromobilität leidet, steht Volkswagen unter besonderem Rendite- und Effizienzdruck.

Für den Konzern ist der Streit heikel. Volkswagen muss seine Struktur verschlanken und zugleich an mehreren Standorten die Beschäftigungssicherung, die Produktionskosten und die künftige Modellstrategie zusammenbringen. Ein offener Konflikt im Aufsichtsrat erschwert diese Linie zusätzlich und erhöht den Druck auf Blume, einen tragfähigen Kompromiss mit Arbeitnehmerseite und Eigentümern zu finden.

Wie es im Aufsichtsrat weitergeht, dürfte auch für die Belegschaft weit über den aktuellen Abstimmungsstreit hinaus wichtig sein. Denn von der Neustrukturierung hängt ab, wie der Konzern seine europäischen Werke, Verwaltung und Entwicklung künftig organisiert. Der Stellenabbau ist dabei nicht nur eine Frage der Kosten, sondern auch des Machtgleichgewichts zwischen Management und Arbeitnehmervertretung.

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