Rumäniens Präsident Nicusor Dan hat Eugen Tomac mit der Regierungsbildung beauftragt. Der ehrenamtliche Berater des Staatschefs für Diaspora-Fragen soll nach politischen Gesprächen eine tragfähige Mehrheit im Parlament finden und eine neue Regierung aufstellen.
Tomac gilt als Technokrat und ist in Rumänien vor allem als Politiker mit langjähriger Erfahrung im Umfeld der Diaspora bekannt. Seine Ernennung kommt in einer Phase politischer Unsicherheit, in der das Präsidentenamt auf eine rasche Einigung zwischen den Parteien angewiesen ist, um eine handlungsfähige Regierung zu etablieren.
Die Aufgabe gilt als anspruchsvoll: Für eine Bestätigung braucht Tomac die Unterstützung mehrerer Parlamentsfraktionen. Ob ihm das gelingt, hängt von den laufenden Verhandlungen mit den politischen Kräften in Bukarest ab. Präsident Dan setzt damit auf eine Figur, die zwar nicht als klassischer Parteistratege auftritt, aber als Vermittler und Verhandler bekannt ist.
Rumänien befindet sich damit erneut in einer Phase, in der die Bildung einer stabilen Regierung nicht nur von parteipolitischen Mehrheiten, sondern auch von personellen Kompromissen abhängt. Gerade in einem Land, das immer wieder von Koalitionskrisen und wechselnden Mehrheiten geprägt war, gilt die Regierungsbildung als Prüfstein für die politische Stabilität.








