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Tarik Saleh vollendet seine Kairo-Trilogie mit „Eagles of the Republic“

Redaktionelle Szene zum Thema „Tarik Saleh vollendet seine Kairo-Trilogie mit „Eagles of the Republic““

Mit Eagles of the Republic schließt der in Schweden geborene Regisseur Tarik Saleh seine Kairo-Trilogie ab und richtet den Blick erneut auf Macht, Propaganda und die politische Vereinnahmung von Kunst in Ägypten. Im Zentrum des Films steht ein Schauspieler, der im eigenen Land so populär ist, dass er als „Pharao des Kinos“ gilt.

Saleh, der seit Jahren aus dem Exil über Ägypten arbeitet, verbindet in seinem neuen Film Politthriller und Künstlerdrama. Die Figur des gefeierten Schauspielers wird dabei zum Einfallstor für eine Geschichte über Abhängigkeit, Inszenierung und die Nähe zwischen Filmindustrie und staatlicher Macht. Der Titel verweist schon auf das Spannungsfeld, in dem sich der Film bewegt: auf die Symbolik von Stärke und Herrschaft, aber auch auf die Zerbrechlichkeit jener Menschen, die in autoritären Systemen zu Projektionen werden.

Saleh gehört seit Jahren zu den markantesten ägyptischen Regisseuren der Gegenwart. Seine Arbeiten entstehen außerhalb des Landes, dessen politische Verhältnisse er kritisch beobachtet und in Filmen verarbeitet. Mit der nun abgeschlossenen Kairo-Trilogie knüpft er an zwei frühere Werke an, die ebenfalls in der ägyptischen Hauptstadt angesiedelt sind und dortige Machtstrukturen ausleuchten. Eagles of the Republic setzt diese Linie fort, ohne sich auf reine Gegenwartsbeobachtung zu beschränken: Der Film nutzt das Umfeld des Kinos selbst als Bühne für politische Abhängigkeiten.

Dass sich autoritäre Systeme gern über Filme und Stars inszenieren, hat historische Vorbilder. Saleh greift diesen Gedanken auf und überträgt ihn in ein ägyptisches Umfeld, in dem die Nähe zwischen öffentlicher Verehrung und staatlicher Kontrolle besonders deutlich wird. Die Hauptfigur steht dabei nicht als Held im klassischen Sinn im Zentrum, sondern als schwacher, verletzlicher Mann, der zwischen Ruhm und Anpassungsdruck gerät.

Gerade daraus bezieht der Film seine Spannung: Nicht die Macht selbst, sondern ihr Einfluss auf Kunst und Körper der Künstler wird zum Thema. Saleh erzählt damit nicht nur von Ägypten, sondern auch von der Frage, wie Filme in autoritären Verhältnissen entstehen und wem sie dienen. Mit Eagles of the Republic dürfte der Regisseur erneut einen jener politisch aufgeladenen Filme vorlegen, für die er bekannt ist.

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