Österreichs Tischtennis-Ass Sofia Polcanova spielt ab sofort in Indien: Die ÖTTV-Spielerin wurde beim Auswahlverfahren für die „Ultimate Table Tennis“-Liga von Ahmedabad verpflichtet. Der Wechsel kommt nach einem Wettbieten zustande, bei dem mehrere Teams um die Linzerin gerungen haben.
Polcanova tritt damit in einer der jüngeren und international aufgezogenen Profiligen des Sports an. Das Format in Indien ist auf mehrere Mannschaften ausgelegt, die Spielerinnen und Spieler für eine Saison oder einen Ligaabschnitt verpflichten. Für Polcanova bedeutet das einen zusätzlichen Einsatz neben ihren sonstigen internationalen Turnieren im Weltverbandssystem.
Bemerkenswert ist der Hintergrund der Verpflichtung: Polcanova steht in Indien unter strengen Auflagen, weil es in der Vergangenheit um Wettmanipulationen im Tischtennis ging. Der Einsatz ist daher nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch eng geregelt. Für die Liga und den Klub aus Ahmedabad ist die Verpflichtung zugleich ein Signal, dass man trotz dieser Vorgeschichte auf die österreichische Topspielerin setzt.
Polcanova zählt seit Jahren zu den besten europäischen Tischtennisspielerinnen und ist eine der prägenden Athletinnen des österreichischen Verbands. Der Schritt nach Indien erweitert ihren ohnehin dichten internationalen Spielkalender und bringt sie in ein Umfeld, das sich im Tischtennis zunehmend als attraktiver Markt etabliert. Die „Ultimate Table Tennis“ zieht immer wieder auch internationale Namen an, weil die Liga mit Franchises, Teamformat und vergleichsweise kurzen Spielblöcken einen anderen Zugang als klassische Meisterschaften bietet.
Für den österreichischen Tischtennisverband ist der Einsatz seiner Nummer eins auch ein weiterer Beleg dafür, welche Reichweite Polcanova im internationalen Geschäft hat. Dass sich ein Klub in Indien im Wettbieten gegen Konkurrenz durchgesetzt hat, unterstreicht ihren Marktwert weit über den heimischen Sport hinaus.









