In Österreich stehen derzeit 247 Frauen an der Spitze einer Gemeinde. Das ist ein Höchststand, wie der Österreichische Gemeindebund anlässlich des Bürgermeisterinnen- und Vizebürgermeisterinnentreffens von 12. bis 14. Juli in Vorarlberg mitteilte. Der Frauenanteil unter den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern liegt damit bei 11,9 Prozent.
Verglichen mit dem Vorjahr ist der Anteil um 2,5 Prozentpunkte gestiegen. In den insgesamt 2.092 Gemeinden des Landes bleibt die politische Führung in den Kommunen aber weiterhin klar männlich dominiert. Die Zahl der Bürgermeisterinnen wächst zwar, bewegt sich aber nach wie vor auf einem niedrigen Niveau.
Zu den bekanntesten Bürgermeisterinnen im Land zählt die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr von der KPÖ. Ihre Funktion hat die Debatte über weibliche Führung in der Kommunalpolitik zuletzt immer wieder sichtbar gemacht. Insgesamt zeigt die aktuelle Zahl aber vor allem, wie stark Frauen in Österreichs Gemeindestuben weiterhin unterrepräsentiert sind.
Der Gemeindebund legte die Statistik im Zusammenhang mit dem Treffen in Vorarlberg vor, bei dem Bürgermeisterinnen und Vizebürgermeisterinnen aus ganz Österreich zusammenkommen. Das Treffen selbst soll den Austausch über kommunalpolitische Themen und die Rolle von Frauen in den Gemeinden stärken. Der nun erreichte Höchststand ändert daran nichts, dass in der kommunalen Spitzenpolitik noch ein weiter Weg zu mehr Ausgewogenheit bleibt.









