Die Tiroler FPÖ hat die Innsbrucker Gemeinderätin Marlene Trinkl aus der Partei ausgeschlossen. Der Schritt erfolgte am Freitag mit sofortiger Wirkung, nachdem Trinkl zuvor ihren Austritt aus dem FPÖ-Gemeinderatsklub bekanntgegeben hatte.
Landesparteigeneralsekretär Patrick Haslwanter sprach von einem Ausschluss „wegen Gefahr im Verzug“. Wer sich aus freien Stücken vom Freiheitlichen Gemeinderatsklub verabschiede und damit der gemeinsamen politischen Linie den Rücken kehre, könne nicht gleichzeitig den Anspruch erheben, Teil der Gesinnungsgemeinschaft zu bleiben, sagte er der APA.
Trinkl, die seit der Wahl 2024 für die FPÖ im Innsbrucker Gemeinderat sitzt, begründete ihren Schritt mit Anfeindungen und Zwistigkeiten im Klub. Dort habe es „gewisse Menschen“ gegeben, die nicht hinter ihr gestanden seien und nicht mit ihr arbeiten wollten, sagte die 68-Jährige. Außerdem seien die Anliegen der Senioren laufend missachtet worden, die Zusammenarbeit habe sich zunehmend schwieriger gestaltet.
Nach Trinkls Darstellung weiche die Innsbrucker FPÖ teilweise auch „stark von der Parteilinie ab“. Zunächst forderte FPÖ-Stadtparteiobmann Rudi Federspiel sie auf, ihr Mandat zurückzulegen. Kurz darauf wurde ihr der Parteiausschluss übermittelt.
Federspiel kritisierte Trinkl scharf. „Die Selbstüberschätzung ist grandios“, sagte er. Die nunmehrige Ex-Parteifreundin habe sich selbst und nicht die Gemeinschaft in den Vordergrund gestellt.









