Saudi-Arabien arbeitet an der raschen Reparatur seiner Ost-West-Pipeline, nachdem bei einem Drohnenangriff zwei Pumpstationen beschädigt worden sein sollen. Die Leitung ist für den Transport von Rohöl zwischen den Fördergebieten im Osten und der Westküste des Landes zentral.
Nach den jüngsten Meldungen soll eine provisorische Umleitung zumindest einen Teil des Rohöls wieder durch die Pipeline leiten. Die vollständige Wiederaufnahme des Betriebs könnte aber noch Wochen dauern, weil das Ausmaß der Schäden offenbar größer ist als zunächst angenommen wurde.
Die Ost-West-Pipeline gilt als wichtiger Teil der saudischen Öl-Exportinfrastruktur. Sie ermöglicht es, Rohöl auch abseits der schwer angreifbaren Seewege zu transportieren. Eine längere Unterbrechung kann daher nicht nur die Logistik erschweren, sondern auch die Flexibilität bei der Ausfuhr des wichtigsten Exportguts des Königreichs einschränken.
Saudi-Arabien hatte die Angriffe bereits zuvor als ernsthaften Einschnitt für die Energieinfrastruktur des Landes eingestuft. Nun dürfte vor allem die Frage im Vordergrund stehen, wie schnell die beschädigten Anlagenteile wieder in Betrieb genommen werden können und in welchem Umfang die Leitung kurzfristig genutzt werden kann.









