Salzburgs Vizebürgermeister Florian Kreibich (ÖVP) will bei der nächsten Gemeinderatswahl 2029 nicht mehr antreten und sich aus der Politik zurückziehen. Das kündigte der 57-Jährige am Samstag per Facebook an. In den kommenden Wochen will er seine Aufgaben beenden und die Stadtregierung nach eigenen Worten mit einem „gut bestellten Haus“ verlassen.
Kreibich ist seit Jahren eine der prägenden ÖVP-Figuren in der Stadt Salzburg. Mit seinem angekündigten Rückzug verliert die Volkspartei einen ihrer bekanntesten kommunalpolitischen Vertreter in der Landeshauptstadt. Für die Stadtpolitik ist der Schritt auch deshalb relevant, weil Kreibich im Magistrat und in der Stadtregierung zu den langjährigen Kräften gehörte.
Die Entscheidung kommt mitten in einer Phase, in der sich die Parteien bereits auf die kommenden Wahlzyklen vorbereiten. In Salzburg wird der politische Wettbewerb traditionell von der Frage geprägt, wie die Stadtregierung personell aufgestellt ist und wer in den einzelnen Ressorts die Linie bestimmt. Ein Abgang dieser Größenordnung verändert daher auch die innerparteiliche Nachfolgefrage.
Kreibichs Ankündigung erfolgte öffentlich über soziale Medien. Konkrete Hinweise darauf, wer ihm in der Stadtpartei oder in der Funktion nachfolgen könnte, nannte er dabei nicht. Auch zur künftigen Ausrichtung der Salzburger ÖVP äußerte er sich in dem Posting nicht näher.
Bis zu seinem Abschied will Kreibich seine laufenden Aufgaben weiterführen. Damit bleibt offen, in welcher Form die Stadtregierung die personellen Weichen in den nächsten Monaten stellen wird. Klar ist aber schon jetzt: Mit dem angekündigten Rückzug endet eine lange politische Laufbahn in Salzburgs Rathaus.









