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Russische Manager drängen auf ein Ende des Kriegs

Redaktionelle Szene zum Thema „Russische Manager drängen auf ein Ende des Kriegs“

Russlands Wirtschaft gerät durch den Krieg gegen die Ukraine zunehmend unter Druck, und ausgerechnet aus dem Management großer Unternehmen wächst der Ruf nach einem Kurswechsel. Mehrere Top-Manager drängen Präsident Wladimir Putin demnach darauf, den Krieg zu beenden und die Belastung für die heimische Wirtschaft zu verringern.

Der Hintergrund ist eine zunehmend schwächelnde russische Wirtschaft. Der Angriffskrieg, die westlichen Sanktionen und die hohen Staatsausgaben für Militär und Rüstung belasten Industrie, Handel und Investitionen. Gleichzeitig sucht der Kreml nach Wegen, das Wachstum wieder anzukurbeln und die Folgen der Kriegswirtschaft abzufedern.

Für Putin ist das ein heikles Signal. Während die Führung in Moskau den Krieg politisch und militärisch fortsetzt, wächst in Teilen der Wirtschaft die Sorge, dass sich die Kosten auf Dauer nicht mehr ausgleichen lassen. Besonders Unternehmen mit internationaler Ausrichtung, Lieferkettenproblemen und Exportverlusten spüren die Auswirkungen deutlich.

Die Forderung aus der Wirtschaft ist auch deshalb bemerkenswert, weil sie aus einem Umfeld kommt, das in Russland traditionell eng mit dem Staat verflochten ist. Offener Widerspruch gegen den Krieg ist in dem Land riskant. Dass Manager dennoch ein Ende der Kampfhandlungen ins Spiel bringen, zeigt, wie groß der Druck auf die Unternehmen geworden ist.

Putin steht damit vor einem Zielkonflikt: Einerseits stützt der Krieg die politische Mobilisierung und die Macht des Kremls, andererseits verschärft er die wirtschaftlichen Probleme im Land. Je länger der Konflikt dauert, desto schwerer dürfte es werden, die russische Wirtschaft mit staatlichen Programmen und Rüstungsaufträgen stabil zu halten.

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