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Russische Fregatte gibt Warnschüsse auf Jacht im Ärmelkanal ab

Redaktionelle Szene zum Thema „Russische Fregatte gibt Warnschüsse auf Jacht im Ärmelkanal ab“

Eine russische Fregatte hat im Ärmelkanal Warnschüsse auf eine unter britischer Flagge fahrende Jacht abgegeben. Nach Angaben des russischen und des britischen Verteidigungsministeriums wollte die Besatzung so eine Kollision verhindern. Verletzt wurde niemand.

Der Vorfall ereignete sich bei dichtem Nebel rund 37 Kilometer südlich der Isle of Wight außerhalb der britischen Hoheitsgewässer. Die russische Fregatte „Admiral Grigorowitsch“ habe die Jacht auf Kollisionskurs bemerkt, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Mehrere Versuche, Funkkontakt herzustellen, seien erfolglos geblieben. Danach habe die Besatzung Warnschüsse abgegeben, auch mit Handfeuerwaffen. Die Jacht habe daraufhin ihren Kurs geändert.

Das britische Verteidigungsministerium bestätigte die Darstellung im Kern. Über den Abstand zwischen den Schiffen gab es allerdings unterschiedliche Angaben. Russland sprach von rund 150 Metern, aus mit dem Vorfall vertrauten Kreisen hieß es hingegen, die Schiffe seien etwa 450 Meter voneinander entfernt gewesen.

Ein Schiff der Royal Navy überwachte die Fregatte nach britischen Regierungsangaben und unterstützte die Besatzung der Jacht. Der Zwischenfall fällt in eine Phase erhöhter Spannungen auf See: Erst zwei Tage zuvor hatten britische Spezialeinheiten im Ärmelkanal einen sanktionierten russischen Öltanker geentert. Das Schiff „Smyrtos“ wird zur sogenannten russischen Schattenflotte gezählt, mit der Moskau trotz westlicher Sanktionen weiter Öl exportiert.

Die Vorgänge unterstreichen die wachsende sicherheitspolitische Bedeutung des Ärmelkanals, einer der meistbefahrenen Wasserstraßen Europas. Vor allem die britischen und russischen Angaben zeigen, wie schnell aus einer Navigationssituation im dichten Nebel ein militärischer Zwischenfall werden kann.

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