Der frühere Nationalratspräsident Andreas Khol hält eine Rückkehr von Sebastian Kurz in die Politik für denkbar. Der 85-jährige ÖVP-Veteran sagte in einem Interview, Kurz werde sich „nicht verweigern“, wenn er politisch wieder gebraucht werde.
Khol äußerte sich darin auch zur Lage der ÖVP und zum derzeitigen Regierungstief. Seine Partei befinde sich in einer schwierigen Phase, sagte er. Zugleich sieht er in Kurz weiterhin eine Figur, die für die Volkspartei politisch relevant bleiben könnte.
Im selben Gespräch sparte Khol nicht mit Lob für Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Er streute dem Staatsoberhaupt Rosen und hob dessen Rolle hervor.
Deutlich ablehnend fiel Khols Urteil über Herbert Kickl aus. Den FPÖ-Chef hält er für nicht pakttauglich. Damit unterstrich der frühere Spitzenpolitiker einmal mehr seine Distanz zur Freiheitlichen Partei und zu deren Kurs.
Khol, der seit Jahrzehnten zu den prägenden Stimmen der ÖVP zählt, meldet sich damit in einer Phase zu Wort, in der die Volkspartei mit internen Problemen und einer schwachen politischen Lage ringt. Seine Aussagen über Kurz dürften in der Partei erneut Diskussionen über mögliche personelle Optionen auslösen.









