In mehreren deutschen Städten haben am Samstag wieder Tausende Menschen den Christopher Street Day (CSD) begangen. Die größte Veranstaltung fand in Hamburg statt, wo rund 250.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet wurden. Die Paraden standen heuer besonders im Zeichen der Sorge vor Gewalt nach dem islamistischen Terroranschlag am Rande des CSD in Berlin vor einer Woche.
Bei dem Anschlag in Berlin war eine Frau getötet worden, 31 weitere Menschen wurden verletzt. Seitdem gilt rund um die CSD-Veranstaltungen in Deutschland erhöhte Aufmerksamkeit für den Schutz der Teilnehmenden. In Hamburg verschärfte die Polizei nach dem Angriff ihre Sicherheitsmaßnahmen.
Der CSD gilt als politische Demonstration für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans und queeren Menschen. In vielen Städten ziehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei mit Forderungen nach Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung durch die Innenstadt. Die Veranstaltungen sind zugleich Ausdruck von Sichtbarkeit und Protest.
Die Kundgebungen fanden am Samstag in einer angespannten Atmosphäre statt. Neben Hamburg waren auch in weiteren Städten Demonstrationen angekündigt, bei denen Zehntausende Menschen erwartet wurden. Der Andrang unterstreicht die große Bedeutung der CSD-Paraden im öffentlichen und politischen Leben in Deutschland.









