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Rekord-WM bringt Rekordumsätze: Wer vom Milliarden-Turnier am meisten profitiert

Redaktionelle Szene zum Thema „Rekord-WM bringt Rekordumsätze: Wer vom Milliarden-Turnier am meisten profitiert“

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko geht es um so viel Geld wie noch nie: 48 Mannschaften, 104 Spiele und eine Laufzeit von 11. Juni bis 19. Juli machen das Turnier zum finanziell größten der WM-Geschichte. Für die Weltverbände und die Ausrichterländer sind die Einnahmen beachtlich – der volkswirtschaftliche Gesamteffekt bleibt aber auch bei dieser WM voraussichtlich begrenzt.

Die größte direkte Geldmaschine ist der Weltverband FIFA. Er verdient an TV-Rechten, Sponsoring, Hospitality und Ticketing. Mit dem auf 48 Teams erweiterten Turnier steigt der Umsatz nochmals deutlich, weil mehr Spiele verkauft werden können und die Vermarktung über einen längeren Zeitraum läuft. Gleichzeitig wächst auch der Aufwand: höhere Organisationskosten, größere Logistik und mehr Sicherheits- sowie Infrastrukturkosten drücken den Nettoeffekt.

Am stärksten profitieren neben der FIFA die offiziellen Sponsoren und Ausrüster. Dazu zählt Adidas, das mit dem Spielball Trionda einen der sichtbarsten Werbeträger des Turniers liefert und zudem mit 14 Nationalteams die meisten Mannschaften ausstattet. Für die Sportartikelbranche ist die WM traditionell eine Bühne mit globaler Reichweite: Trikots, Schuhe und Fanartikel verkaufen sich in den Monaten rund um das Turnier besonders gut.

Die wirtschaftlichen Gewinner sitzen vor allem in der Vermarktung

Auch die drei Gastgeberländer erwarten Einnahmen aus Tourismus, Hotellerie, Gastronomie und Transport. In den Spielorten dürften Hotels und lokale Dienstleister profitieren, ebenso Betreiber von Stadien, Flughäfen und öffentlichem Verkehr. Ökonomen weisen allerdings seit Jahren darauf hin, dass der breite Wachstumsschub solcher Turniere meist ausbleibt, weil viele Ausgaben nur verlagert werden und die Infrastrukturkosten oft hoch sind.

Für die Fans und die Märkte in den Gastgeberländern ist die WM dennoch ein kurzfristiger Konjunkturimpuls. Besonders gefragt sind Reisen zu den Spielorten, kurzfristige Unterkünfte und Freizeitangebote rund um die Spiele. Der große Gewinner bleibt aber die internationale Vermarktung: Wer über TV, Streaming, Sponsoring und Merchandising Zugang zu Milliardenpublikum erhält, schöpft den größten Teil der Wertschöpfung ab.

Genau deshalb gilt die WM trotz des Rekordvolumens als ein Turnier mit klaren Verteilungsfragen: Die volkswirtschaftliche Bilanz fällt oft nüchterner aus als die Einnahmenseite der Organisatoren. Am meisten Geld verdienen jene, die das globale Interesse in Rechte, Reichweite und Markenpräsenz ummünzen können.

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