Haushaltsenergie ist in Österreich im Mai spürbar günstiger geworden. Der Energiepreisindex der Österreichischen Energieagentur sank im Monatsvergleich um 2,2 Prozent. Vor allem Heizöl und Diesel verbilligten sich, während Energie im Jahresabstand mit einem Plus von 9,8 Prozent weiter zu den Treibern der Inflation zählt.
Der Rückgang im Mai ist vor allem für Haushalte relevant, die noch stärker von fossilen Energieträgern abhängig sind. Heizöl wirkt sich direkt auf die Wohnkosten aus, Diesel auf die Ausgaben von Pendlern und Betrieben mit hohem Fuhrparkbedarf. Dass beide Produkte im Monatsvergleich nachgaben, dämpfte den Energieindex insgesamt.
Im Jahresvergleich bleibt das Bild allerdings deutlich anders. Trotz der jüngsten Entspannung lagen die Energiepreise im Mai klar über dem Vorjahresniveau. Damit bleibt der Sektor ein Faktor, der die Teuerung in Österreich spürbar beeinflusst, auch wenn sich der Preisdruck zuletzt etwas abgeschwächt hat.
Für die kommenden Monate zeichnen sich nach den vorliegenden Daten weitere Preisrückgänge ab. Ob sich diese Entwicklung fortsetzt, hängt nach Marktlogik vor allem von den internationalen Rohölpreisen, den Raffineriemargen und der Lage an den Energiemärkten ab. Für Konsumenten würde das vor allem dann entlastend wirken, wenn sinkende Großhandelspreise auch bei Heizöl, Treibstoffen und anderen Energieprodukten ankommen.
Gerade im Sommer wirkt die Entwicklung oft verzögert: Haushalte mit Heizölbeständen spüren Preisänderungen nicht sofort, an den Zapfsäulen reagieren die Preise meist rascher. Für die Teuerungsstatistik bleiben Energiepreise damit ein volatiler, aber zentraler Posten. Selbst einzelne Rückgänge können die Bilanz nur zeitweise verbessern, wenn das Preisniveau im Vorjahresvergleich weiterhin hoch bleibt.









