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Rekord bei Drogentoten in Österreich: 257 Todesfälle im Jahr 2024

Redaktionelle Szene zum Thema „Rekord bei Drogentoten in Österreich: 257 Todesfälle im Jahr 2024“

In Österreich sind im Jahr 2024 so viele Menschen an Drogenkonsum gestorben wie noch nie seit Beginn der Erfassung. Das Bundeskriminalamt meldet 257 Drogentote, bei denen Obduktionen und toxikologische Gutachten die Todesursache eindeutig auf Intoxikationen zurückführten. Am stärksten betroffen war Wien mit 84 Fällen.

Die Zahl markiert einen deutlichen Anstieg gegenüber den Jahren davor, in denen der Wert noch unter 200 gelegen hatte. Besonders problematisch bleibt aus Sicht der Ermittler die Mischung verschiedener Substanzen. In den bei Verstorbenen festgestellten Stoffen dominierten Psychopharmaka, Kokain sowie Heroin beziehungsweise Morphin.

Der aktuelle Suchtmittelkriminalitätsbericht zeigt zugleich, welche Drogen am Markt weiterhin eine große Rolle spielen. Im Vorjahr war Cannabis demnach nach wie vor die am häufigsten konsumierte illegale Substanz. In der Wiener Partyszene sei nach einer kurzen Phase mit verstärktem Auftreten neuer psychoaktiver Stoffe um 2010 wieder mehr zu Amphetamin und Ecstasy gegriffen worden; inzwischen nehme auch Kokain an Bedeutung zu.

Die Ermittlungszahlen spiegeln diese Entwicklung teilweise wider. 2024 wurden bundesweit 2.840 Kilogramm Cannabis sichergestellt, außerdem 274 Kilogramm Kokain und 38 Kilogramm Heroin. Besonders stark fiel zuletzt der Anstieg bei Ecstasy aus: Für 2025 weist der Bericht ein Plus von knapp 350 Prozent aus.

Gleichzeitig ging die Zahl der Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz im Vorjahr auf 36.801 zurück. Der Rückgang steht damit neben steigenden Sicherstellungen und der weiter hohen Zahl an Drogentoten – ein Hinweis darauf, dass der Drogenmarkt in Österreich weiterhin stark in Bewegung ist.

Besonders drastisch zeigte sich die Gefahr zuletzt auch in Einzelfällen. So starb im vergangenen Sommer eine 14-Jährige nach einer Überdosis; im Körper wurden Kokain, Ketamin und MDMA gefunden. Nach Angaben aus dem Umfeld war sie zu einer Drogenparty eingeladen worden.

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